Statement vom 20.06.2018

Steffi Lemke zum Aktionsprogramm Insektenschutz

Zum „Aktionsprogramm Insektenschutz“ der Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

"Das Insektensterben geht bei dieser Bundesregierung zum linken Ohr rein und zum rechten wieder raus. So lange die Bundesregierung die Agrarpolitik nicht reformiert, wird sie das Insektensterben nicht einmal verlangsamen. 60 Milliarden Euro werden gegenwärtig Jahr für Jahr im Rahmen der europäischen Agrarpolitik mit schädlichen Effekten für die Natur ausgegeben. Dagegen hilft kein Blümchenpapier der Bundesregierung, sondern nur eine überfällige Umstrukturierung der EU-Agrarpolitik. Deutschland verfehlt sämtliche Biodiversitätsziele, zu denen es sich national und international verpflichtet hat. Ein loses Eckpunktepapier und weitere Aktionspläne werden das Artensterben nicht stoppen, es braucht dringend strukturelle Veränderungen in der Agrarpolitik und mehr Gelder für den Naturschutz. Die Bundeskanzlerin muss die Streitigkeiten der Ressorts endlich überwinden und das Arten- und Insektensterben zur Chefsache erklären."

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik