Statement vom 02.10.2020

Steffi Lemke zur EU-Beschwerde gegen Deutschland, wegen Nicht-Einhaltung der EU-Vogelschutzrichtlinie

Zur vom NABU eingereichten EU-Beschwerde gegen Deutschland, wegen Nicht-Einhaltung der EU-Vogelschutzrichtlinie erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Das Rebhuhn steht kurz vor dem Aussterben, die Bestände sind um mehr als 90 Prozent eingebrochen. Damit steht das Rebhuhn symbolisch für das Aussterben von immer mehr Vogelarten. Vögel finden hierzulande nicht mehr genug Nahrung und keine geeigneten Lebens- und Brutplätze mehr. Grund dafür ist eine einer falsche und an Lobbyinteressen ausgerichtete Agrarpolitik von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Die vom NABU eingereichte EU-Beschwerde gegen Deutschland wegen Nicht-Einhaltung der EU-Vogelschutzrichtlinie ist deshalb folgerichtig.

Statt endlich eine Agrarpolitik mit Zukunft einzuleiten, hat Frau Klöckner jegliches Engagement für den Schutz von Klima und Natur aufgegeben. Der Einfluss von Lobbyinteressen im Landwirtschaftsministerium treibt seit Jahren absurde Blüten. Bei der Pestizidreduktion geht es nicht voran, mit Millionenzahlungen werden naturzerstörerischen Praktiken staatlich finanziert und die Vergüllung unserer Landschaft geht unaufhörlich weiter. Ein Bericht nach dem anderen zeigt auf, wie diese verfehlte Politik unsere Natur und Artenvielfalt bedroht, ohne dem Höfesterben Einhalt zu gebieten. Julia Klöckner muss endlich verstehen, dass auch Landwirtschaft nur in einer gesunden Natur nachhaltig funktionieren kann.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Steffi Lemke MdB
Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik