Statement vom 27.09.2019

Steffi Lemke zur Roten Liste der Bäume

Zu der von der Weltnaturschutzorganisation IUCN veröffentlichten europäischen Roten Liste der Bäume erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

"Es ist wichtig, dass nun ein Überblick über die Bedrohung der Bäume in Europa vorliegt. Europas Bäumen geht es schlecht. Immer mehr Baumarten sind vom Aussterben bedroht – das muss aufrütteln. Dabei sind Bäume und Wälder unverzichtbar – für den Artenschutz, für den Menschen und auch im Kampf gegen die Klimakrise. Klar ist, dass wir die verbliebenen Urwälder Europas besser schützen müssen. Während die Welt nach Amazonien auf die brennenden Wälder schaut, geht die Zerstörung der letzten europäischen Urwälder mitten in Europa ungebremst weiter. Die Bundesregierung und die neue EU-Kommission müssen sich stärker für den Schutz der letzten europäischen Urwälder einsetzten. Wald-Schutzgebiete innerhalb der EU müssen strikter kontrolliert werden. Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass Holz und Holzprodukte aus illegal gerodeten Urwäldern nicht den deutschen Markt  erreichen. Und sie muss im eigenen Land mit gutem Beispiel voran gehen: Wir fordern die Umwandlung von Nadelplantagen in gesunde und stabile Laubmischwälder mit standortangepassten und -heimischen Baumarten. Denn nur vielfältige Wälder können der Klimakrise trotzen und die Biodiversität schützen. Öffentliche Fördermittel müssen streng an ökologische Kriterien gebunden werden, deren Einhaltung wirksam zu kontrollieren ist."

 Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

 

Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik