Statement vom 09.02.2021

Sven Lehmann zum Verbände-Aufruf für einen Corona-Zuschlag

Zum einmaligen Corona-Zuschlag, den das Bundeskabinett heute beschlossen hat, und dem Aufruf des Bündnisses von 41 Gewerkschaften und Verbänden für wirksame Corona-Hilfen erklärt Sven Lehmann, Sprecher für Sozialpolitik:

„Einmalig 150 Euro für erwachsene Menschen in Armut sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wenn der Zuschuss im Mai ausgezahlt wird, macht das kaum mehr als 10 Euro pro Monat in der Pandemie. Das reicht bei weitem nicht, um die akuten Mehrkosten in der Krise zu kompensieren. Die Flickschusterei der Bundesregierung muss ein Ende haben, es ist Zeit für einen großen Wurf in der Armutsbekämpfung.

Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses von 41 Gewerkschaften und Verbänden für einen monatlichen Corona-Zuschlag von 100 Euro für Erwachsene in der Grundsicherung und eine dauerhafte Anhebung der Regelsätze auf 600 Euro. Der Appell dieses außergewöhnlichen Bündnisses ist ein Warnschuss für die Bundesregierung. Viel zu lange haben Union und SPD die Situation von Menschen in Armut ignoriert. Die Grundsicherung in Deutschland war schon vor der Corona-Krise zu niedrig und bisher hat die Bundesregierung alles getan, damit das auch so bleibt. Damit muss Schluss sein.“


Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Sven Lehmann MdB
Sven Lehmann
Sprecher für Queerpolitik | Sprecher für Sozialpolitik Koordinator Gewerkschafts- und Sozialbeirat