Statement vom 28.07.2021

Sven Lehmann zur Berichterstattung über die Benennung auf dem Wahlschein zur Bundestagswahl der grünen Kandidatin Tessa Ganserer

Zur Berichterstattung über die Benennung auf dem Wahlschein zur Bundestagswahl der grünen Kandidatin Tessa Ganserer erklärt Sven Lehmann, Sprecher für Queerpolitik:

"Tessa ist Tessa und niemand sonst. Der Vorgang zeigt, wie sehr das Transsexuellengesetz die Persönlichkeitsrechte von Menschen verletzt. Es ist eine Zumutung, wenn der abgelegte Name und damit das falsche Geschlecht nun auf offiziellen Wahldokumenten auftaucht.

Die Frage der geschlechtlichen Identität ist eine höchstpersönliche, das hat auch das Bundesverfassungsgericht klar zum Ausdruck gebracht. Über ihr Geschlecht kann nur eine Person Auskunft geben und das ist jeder Mensch selber. Deswegen müssen Fremdbegutachtungen durch Dritte abgeschafft werden. Der korrekte Geschlechtseintrag soll ein einfacher Akt beim Standesamt sein, wie dies in vielen Ländern bereits problemlos praktiziert wird. Wir Grüne haben mit unserem Selbstbestimmungsgesetz gezeigt, wie dies auch in Deutschland gehen kann. Dass CDU/CSU und SPD es nicht geschafft haben, das menschenrechtswidrige Transsexuellengesetz zu novellieren, ist eine Schande."

Foto von Sven Lehmann MdB
Sven Lehmann
Sprecher für Queerpolitik | Sprecher für Sozialpolitik Koordinator Gewerkschafts- und Sozialbeirat