Statement vom 23.04.2019

Sven Lehmann zur Todesstrafe gegen Homosexuelle in Brunei

Das Sultanat Brunei hat die Einführung der Todesstrafe gegen Homosexuelle verteidigt. Hierzu erklärt Sven Lehmann, Sprecher für Queerpolitik:

„Für Intoleranz kann es keine Toleranz geben. Die seit kurzem geltenden Steinigungen gegen Homosexuelle in Brunei sind ein schwerer Angriff auf die Menschlichkeit und die Menschenrechte. Deutschland und die EU müssen dagegen geschlossen und vehement protestieren.

Dem Sultan von Brunei muss das Bundesverdienstkreuz aberkannt werden. Menschenrechtsverächter verdienen keine Verdienstkreuze.

Außerdem muss die Bundesregierung handeln. Die Deutsche Bank zum Beispiel ist mit gutem Beispiel voran gegangen und boykottiert alle Hotels, die im Besitz des Sultanats sind. Da es kaum Tourismus aus Deutschland nach Brunei gibt, ist die Wirtschaft der zentrale Akteur, um Druck auf das Sultanat auszuüben. Das erwarten wir von allen deutschen und europäischen Unternehmen, die Geld in und mit Brunei verdienen.“

Sven Lehmann
Sprecher für Queerpolitik | Sprecher für Sozialpolitik