Statement vom 12.12.2018

Tabea Rößner zu mangelndem Verbraucherschutz bei Vergleichsportalen

Zu den heutigen Befunden des Bundeskartellamts hinsichtlich mangelndem Verbraucherschutz bei Vergleichsportalen erklärt Tabea Rößner, Sprecherin für Verbraucherschutz:

„Der Befund des Bundeskartellamts überrascht nicht, es mangelt hier erheblich an Transparenz, Angebotsvielfalt und einer klaren Preisanzeige. Die Vergleichsportale sind längst nicht so objektiv wie sie bewerben, vor allem bei Finanzierung über Provisionen führt dies vielfach zu einseitiger Marktbetrachtung. Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren davon aber nichts, sondern sie gehen von einer neutralen Verbraucherinformation aus, wenn sie bei Portalen eine Versicherung abschließen oder eine Reise buchen.

Die Bundesregierung hat bisher keine Antwort darauf und ruht sich darauf aus, dass die EU-Kommission die Transparenz für Vergleichsportale verbessern will. Darauf zu warten, reicht aber nicht aus. Dabei haben wir bereits im vergangenen Jahr maßgebliche Vorschläge unterbreitet, wie Portale verbraucherschutzgerecht ausgestaltet werden können: Dazu gehören Verpflichtungen zu Transparenz hinsichtlich Provisionszahlungen und Rankingkriterien, ein standardisierter sowie objektiver Kriterienkatalog sowie Aktualität. Dass die Bundesregierung auch hier wieder durch das Bundeskartellamt zum Jagen getragen werden muss, ist ein Armutszeugnis."

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