Statement vom 30.10.2019

Steffi Lemke zur von der TU München veröffentlichten Studie zum Rückgang von Insekten

Zur von der TU München veröffentlichten Studie zum Rückgang von Insekten erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Diese Forschungsergebnisse sind dramatisch. Sie sind eine deutliche Warnung: das Artensterben ereilt uns schneller als erwartet. Die Biodiversität braucht ein Nothilfeprogramm. Die Bundesregierung muss jetzt eine Trendwende im Artenschutz einleiten. Doch die Bunderegierung verweist lediglich auf ihr Aktionsprogramm Insektenschutz, das viel zu kurz greift. Die angekündigten Maßnahmen werden der Krise des Artensterbens nicht gerecht – entschlossenes Handeln fehlt bei Pestiziden, Glyphosat und erlaubt eine Reihe Ausnahmetatbestände. Die grundlegenden Probleme packt die Bundesregierung nicht an – die europäische Agrarpolitik, als größter Hebel beim Schutz der Biodiversität, bleibt unangetastet. Es muss Schluss sein mit den Milliarden-Subventionen für die Naturzerstörung in der Landwirtschaft. Sonst wird die Bundesregierung das Artensterben bei Vögel und Insekten nicht stoppen können.“ 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik