Statement vom 17.02.2020

Ulle Schauws und Claudia Müller zu Giffeys Forderung nach einer verbindlichen Frauenquote in großen Unternehmen

Zur Forderung von Familienministerin Giffey nach einer verbindlichen Frauenquote in großen Unternehmen erklären Ulle Schauws, Sprecherin für Frauenpolitik, und Claudia Müller, Mittelstandsbeauftragte:

„Dass Ministerin Giffey jetzt endlich vorangeht und eine verpflichtende Quote fordert ist höchste Zeit und angesichts des mangelnden Erfolges einer schwachen freiwilligen Regel absolut notwendig. Bedauerlich ist jedoch, dass die Regelung der Frauenministerin mit diesem Vorstoß nur eine mickrige Zahl von höchstens 100 Unternehmen in Deutschland einbezieht. Dieses Ziel ist unambitioniert angesichts der bestehenden Verhaltensstarre bei Unternehmen, die jegliche Form von Diversität und Frauen in Führung weiterhin ablehnen.

Dass es im 21. Jahrhundert in Deutschland immer noch Vorstände großer Unternehmen ohne auch nur eine einzige Frau gibt, ist ein Armutszeugnis für alle Verantwortlichen. Frauen sind in ihrer Kompetenz aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Schon gar nicht in Entscheidungsriegen. Die Ministerin sollte es nicht ein weiteres Mal bei Ankündigungen belassen, sondern den berechtigten Anspruch auf Geschlechtergerechtigkeit in der Wirtschaft durch einen schnell abgestimmten Gesetzentwurf im Kabinett mit der Union unterstreichen. Wir als Grüne stehen als Mitstreiterinnen in der Sache bereit."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Ulle Schauws
Sprecherin für Frauenpolitik Sprecherin für Queerpolitik