Statement vom 30.07.2019

Ulle Schauws zur Veröffentlichung der Liste von Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und Einrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen

Zur Veröffentlichung der Liste von Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und Einrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, erklärt Ulle Schauws, Sprecherin für Frauenpolitik:

„Auf große Zusagen der Bundesregierung folgt jetzt die große Ernüchterung. Die Liste der Bundesärztekammer mit Ärztinnen und Ärzten, die einen Schwangerschaftsabbruch ermöglichen, ist nun online. Ob sie sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Für das bevölkerungsreichste Bundesland NRW sind gerade einmal drei Praxen gelistet. Ungewollt schwangeren Frauen in Not hilft das nicht. Ob Ärztinnen und Ärzte sich auf eine bundesweite Liste setzen lassen wollen, ist ebenfalls fraglich. Unterm Strich bleibt übrig: Die Koalition hat sich beim Versuch, Frauen Informationen vorzuenthalten, völlig verrenkt. Sie hat die Chance vertan, für klare Verhältnisse zu sorgen und den Paragraph 219a zu streichen. Dieser Kompromiss ist keine Lösung und sorgt vor allem nicht dafür, dass Frauen schnell und umfassend informiert werden."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Ulle Schauws
Sprecherin für Frauenpolitik Sprecherin für Queerpolitik