Statement vom 29.05.2018

Uwe Kekeritz zu Warnungen vor einer Hungersnot im Südsudan

Zu den Warnungen des Hungersnot-Frühwarnsystems FEWSNET („Famine Early Warning Systems Network”) vor einer Hungersnot im Südsudan dieses Jahr, erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

"Dass im Südsudan abermals Millionen Menschen der Hungertod droht, ist eine Katastrophe mit Ansage. Insbesondere Kinder sind dort Leidtragende von Hunger und Krieg. Der Ernst der Lage ist bekannt, trotzdem fehlen immer wieder Gelder, um Menschen rechtzeitig mit dem Nötigsten zu versorgen. Auch die Bundesregierung handelt immer noch zu kurzsichtig und schenkt der Krise im Südsudan zu wenig Aufmerksamkeit. Die Staatengemeinschaft muss langfristig und planbar Mittel zur Verfügung stellen. Denn in der Regenzeit sind weite Teile des Landes für die Nahrungsmitteltransporte über Land nur schwer erreichbar. Wenn die benötigten Gelder frühzeitig zur Verfügung gestellt würden, wären teure Lufttransporte in der Regenzeit nicht in diesem Umfang notwendig.

Die Hauptursache für diese Krise ist jedoch der andauernde Bürgerkrieg, der selbst vor humanitären Helferinnen und Helfern nicht Halt macht. Daher ist ein Waffenembargo gegen den Südsudan dringend geboten, damit dieses jüngste Land der Erde endlich zur Ruhe kommt. Die Grüne Bundestagsfraktion hatte die Bundesregierung zuletzt 2017 vergeblich aufgefordert sich für ein Waffenembargo gegen den Südsudan einzusetzen, zur Beilegung des Konflikts beizutragen und bis dahin die notwendigen Hilfen mindestens zu verdoppeln."

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