Statement vom 03.12.2020

Uwe Kekeritz zum Bericht der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz

Zum Bericht der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) über die Folgen der Corona-Pandemie für die ärmsten Länder der Welt, erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„Der Bericht ist ein dramatischer Appell an die internationale Staatengemeinschaft. Die mühsam erarbeiteten Erfolge im Kampf gegen Armut und Hunger scheinen verloren zu gehen. Mehr noch: Es droht ein gewaltiger Rückschritt mit verheerenden Folgen für Millionen von Menschen. Der Bericht lässt keine Zweifel offen: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie werden Hunger und Armut bringen. Jetzt heißt es, entschieden zu handeln. Die Optionen liegen auf dem Tisch. Die Bundesregierung muss sich endlich für einen schnellen Schuldenschnitt für die Länder des Globalen Südens einsetzen. Es braucht massive Investitionsprogramme mit zusätzlichen Entwicklungsgeldern und es braucht neue Wege, um die grassierende Armut aufzufangen. Die Initiative des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) ist daher richtig, jetzt auf ein temporäres Grundeinkommen für die die Ärmsten zu setzen. Deutschland sollte Vorreiter und nicht ewiger Bremser sein. Ein Weckducken kostet Menschenleben und könnte zu irreparablen Verwerfungen in den am stärksten betroffenen Ländern führen. Deutschland und die Weltgemeinschaft dürfen diesen Weckruf nicht verhallen lassen und müssen jetzt handeln.“