Statement vom 04.11.2019

Uwe Kekeritz zum Menschenrechts-Check großer deutscher Unternehmen

Zum heute vorgestellten Menschenrechts-Check großer deutscher Unternehmen (Business & Human Rights Resource Centre und Zürcher School of Management and Law) erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„Viel zu viele deutsche Unternehmen haben erheblichen Nachholbedarf bei der Einhaltung der Menschenrechte. Die Bundesregierung versucht derzeit zu ermitteln, wie es um den Menschenrechtsschutz durch deutsche Unternehmen steht. Die Studie verdeutlicht nun, dass keines der 20 umsatzstärksten deutschen Unternehmen die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte vollumfänglich erfüllt. Es zeigt sich wieder einmal: freiwillige Ansätze, die Unternehmen von der Einhaltung der Menschenrechte überzeugen sollen, sind gescheitert. Es braucht endlich ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen dazu bringt Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Kurz: es braucht Rechte für Menschen und Regeln für Unternehmen. Denn ein gesetzlicher Rahmen ermöglicht gleiche Wettbewerbsbedingungen am Markt, schafft Rechtssicherheit und trägt dazu bei, dass die Ausbeutung von Mensch und Natur keine Vorteile für rücksichtslose Unternehmen bringt.“

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