Statement vom 09.09.2021

Uwe Kekeritz zum zweiten Jahrestag des „Grünen Knopfs"

Zum zweiten Jahrestag des „Grünen Knopfs“ erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„Der Grüne Knopf war von Anfang an ein PR-Manöver, das davon ablenken sollte, dass sich die Bundesregierung trotz der fürchterlichen Katastrophen in der Textilindustrie gegen ein Lieferkettengesetz sträubte. Das Gesetz ist nun da. Leider ist es nicht weitreichend genug und muss dringend nachgebessert werden. Aber der Einstieg in die Verbindlichkeit ist gemacht. Die Lieferketten in der Textilindustrie fair zu machen, ist eine Mammutaufgabe. Politik, Unternehmen und die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen einen Beitrag leisten. Die Verantwortung für die Arbeitsbedingungen in den globalen Lieferketten einfach auf die Verbraucherinnen und Verbraucher abzuwälzen, wie es mit dem Grünen Knopf beabsichtigt ist, wird dem Ernst der Lage nicht gerecht. Schließlich müssen die Konsumentinnen und Konsumenten sichergehen können, dass ihr Einkauf nicht zu Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen in den Produktionsländern beiträgt. Das geht nur über ein ambitioniertes Lieferkettengesetz. Außerdem muss die öffentliche Beschaffung an Umwelt- und Sozialstandards ausgerichtet werden. Hier ist noch viel Luft nach oben.“