Statement vom 10.01.2019

Uwe Kekeritz zur Ablehnung der Klage gegen den Textildiscounter KiK

Zur Ablehnung der Klage gegen den Textildiscounter KiK erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„Es ist äußert bedauerlich, dass die Klage gegen den Textilkonzern KiK abgelehnt wurde, denn das Unternehmen trägt eine enorme Mitschuld am Tod von 258 Menschen. Es ist ein Rückschlag für die Betroffenen, dass KiK mit seiner Strategie auf Zeit zu spielen nun letztlich durchkommt. Trotzdem ist und bleibt die Klage vor dem Dortmunder Landgericht ein Meilenstein im Kampf um die Einhaltung von Menschenrechten durch Unternehmen. Denn für die globalisierte Wirtschaft muss auch endlich ein globaler Rechtsrahmen geschaffen werden. Zudem spielte die Klage bei den in Teilen erfolgreichen Verhandlungen über Entschädigungszahlungen für die Opfer eine wichtige Rolle. Der Fall macht zudem deutlich: Es braucht dringend Maßnahmen, die klare Rechtsverhältnisse schaffen und juristische Grauzonen beseitigen. Auch immer mehr Unternehmen schließen sich dieser Forderung an. Hierzu müssen wirksame Sanktionen bei Menschenrechtsverletzungen und verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten im deutschen Recht verankert werden. Die Bundesregierung muss sich zudem endlich konstruktiv an der Erarbeitung eines verbindlichen, internationalen Abkommens beteiligen, mit dem die Wirtschaft auf die Einhaltung von Menschenrechten verpflichtet wird.“

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