Statement vom 02.04.2019

Uwe Kekeritz zur Kritik von Misereor am Monitoring-Verfahren der Bundesregierung zur Einhaltung von Menschenrechten in der Lieferkette

Zur Kritik von Misereor am Monitoring-Verfahren der Bundesregierung zur Einhaltung von Menschenrechten in der Lieferkette erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„Seit Jahren zankt sich die Koalition über den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte. Die zentrale Frage, wie Menschenrechte in der globalen Wirtschaft besser geschützt werden, bleibt auf der Strecke. Dabei zeigen Katastrophen wie Rana Plaza oder zuletzt die Dammbrüche in Brasilien, dass das Prinzip der Freiwilligkeit beim Menschenrechtsschutz in der globalisierten Wirtschaft gescheitert ist. Es braucht gesetzliche Regelungen, um Menschenrechte entlang der globalen Lieferkette zu schützen. Das fordern inzwischen übrigens auch Unternehmen, die es satt haben, dass Menschenrechtsverletzungen für rücksichtslose Konkurrenten zum Wettbewerbsvorteil werden. Der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte wäre eine Chance gewesen, den Menschenrechtsschutz in der globalen Wirtschaft zu verbessern. Leider schafft es die Bundesregierung seit Jahren nicht, der Ausbeutung von Mensch und Umwelt in den Produktions- und Abbauländern Einhalt zu gebieten.“

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