Statement vom 01.08.2019

Verlust von Sozialwohnungen

Zur Kritik des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. bezüglich des Verlusts von Sozialwohnungen im Deutschland erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

„Leider bestätigen die Zahlen des Verbandes, dass der Sozialwohnungssektor in Deutschland nahezu tot ist. Um den sozialen Wohnungsbau in Deutschland zu reanimieren, braucht es eine 180-Grad-Wende bei der Wohnungspolitik. Dafür muss die Bundesregierung die Mittel für den sozialen Wohnungsbau verdoppeln, statt wie geplant zu senken. Und wir brauchen eine Neue Wohngemeinnützigkeit, die die Gemeinwohlorientierung stärkt und dafür sorgt, dass Sozialwohnungen auch dauerhaft und langfristig sozial gebunden werden. Nur so können wir den ständigen Verlust von Sozialwohnungen stoppen.

Im Gegensatz zur Bundesregierung hat der Verband erkannt: Das Mantra "Bauen, bauen, bauen" allein hilft der wohnungssuchenden Mittelschicht in vielen Ballungsgebieten kein Stück weiter. Notwendig ist außerdem der Ankauf von Belegungsbindungen für bereits bestehende Wohnungen, damit diese als Sozialwohnungen zur Verfügung gestellt werden können. Auch dies kann über die Neue Wohngemeinnützigkeit erreicht werden. Wir wollen damit in den kommenden zehn Jahren eine Million dauerhaft günstige Wohnungen bereit stellen. Denn Wohnen ist ein Grundrecht.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher