Statement vom 14.11.2020

Beate Müller-Gemmeke zum Recht auf Homeoffice

Zum Kompromissvorschlag zum Recht auf Homeoffice erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

"Die Arbeitgebenden müssen den Beschäftigten zumindest erläutern, warum sie ihren Wunsch nach Homeoffice oder mobilem Arbeiten ablehnen. Das ist der schlechte Kompromiss von Arbeitsminister Heil, der nur wenigen Menschen hilft. Ein Rechtsanspruch auf Homeoffice ist damit leider vom Tisch.

Die wichtigsten Regeln zum Schutz der Beschäftigten fehlen jedoch in Heils Ankündigung. Homeoffice darf auf keinen Fall zu unbezahlter Mehrarbeit führen. Es gilt: Jede Stunde Arbeit muss dokumentiert und am Ende auch bezahlt werden. Außerdem darf die Arbeitszeit im Homeoffice auch nicht entgrenzen. Wenn der Arbeitstag vorbei ist, dann haben die Beschäftigten das Recht, nicht mehr erreichbar zu sein. Dieser Kompromiss ist deshalb nicht nur schlecht, sondern schlichtweg nicht akzeptabel."

Foto von Beate Müller-Gemmeke MdB
Beate Müller-Gemmeke
Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik (19. WP) Koordinatorin Gewerkschafts- und Sozialbeirat (19. WP)