Steilküste und Abbruchmaterial
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Steilküste: abgestürzt

Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wird eingerahmt von der Ostsee und dem Bodden. Der Ort ist Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Künstlerkolonie bekannt geworden. Mit den Künstlerinnen und Künstlern kamen damals auch die ersten Badegäste.

In Ahrenshoop geht das Steilufer zur Ostsee in flachere Küstenabschnitte des Altdarßes über. Diese Ahrenshooper Steilküste ist von beeindruckender Schönheit – hoch, wild und gefährlich. Jetzt aber droht sie zu verschwinden.

Vorherrschende West- und Nordwestwinde, aber auch Regen, Frost und stürmische Fluten führen dazu, dass die Steilküste unterspült wird und abbricht. Die Klimakatastrophe beschleunigt den natürlichen Meeresspiegelanstieg und den Abtrag.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler prognostizieren für die Ostsee bis zum Ende unseres Jahrhunderts einen Meeresspiegelanstieg von wenigstens 20 bis 30 Zentimetern und viel mehr Sturmfluten. Die Folge ist: Immer mehr von den Steilufern brechen ab, der Sand an den flachen Küstenstreifen wird weggeschwemmt und das Land wird überflutet. Die beeindruckenden Steilküsten, malerischen Strände und beschaulichen Orte an der Küste drohen in den Fluten zu versinken, wenn nicht Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

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