Brachland, im Hintergrund große Industrieschornsteine
© R. Schallehn

Wald: weggebaggert

Der Hambacher Forst im Kreis Düren war ursprünglich ein 5.500 Hektar großes
Waldgebiet.

1977 wurde der Braunkohleplan genehmigt und seit fast vier Jahrzehnten wird der Wald für den sich immer weiter ausbreitenden Braunkohletagebau Hambach gerodet. Wo einst ökologisch wertvoller Wald stand, schaut man jetzt in die braunen Abgründe des Braunkohletagebaus. In den heute noch verbliebenen Resten des Waldes wachsen Hainbuchen und Stieleichen und es leben dort noch viele bedrohte Tiere wie die Haselmaus und die Bechsteinfledermaus. Doch die weitere Rodung ist bereits genehmigt.

Die Kohlebagger schaffen Tatsachen. Wenn der Braunkohleabbau beendet ist, sollen nur 300 Hektar Wald übrigbleiben. Der Lebensraum vieler Tiere und Pflanze ist bedroht. Insgesamt wurden 142 geschützte Arten benannt, die so dort nicht überleben können. Außerdem gerät der Wasserhaushalt durch das Abbaggern aus den Fugen und gefährdet somit das ganze Ökosystem vor Ort.

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