Moor mit Wasserfläche und kleinen Inseln mit Sonne, die sich durch Nebel kämpft
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Hochmoor: ausgetrocknet

Im nordwestlichen Niedersachsen liegt das Hankhauser Moor, eine bedrohte Naturlandschaft. Unsere Hochmoore gehören zu den letzten Naturlandschaften Mitteleuropas und sind einzigartige Biotope für speziell angepasste Pflanzen und Tiere, die nur hier vorkommen. So leben zum Beispiel fleischfressende Pflanzen in den kargen Hochmooren und ernähren sich von kleinen Insekten, um ihren Stickstoffbedarf zu decken. Moore bieten Vögeln, wie etwa dem Neuntöter und selten gewordenen Watvögeln, einen einzigartigen Lebensraum.

Die intensive industrielle Landwirtschaft, die an den Rändern des Moores betrieben wird, rückt immer mehr ins Moor selbst vor. Wasser wird abgegraben, die Flächen werden trockengelegt und Weideland wird erschlossen. Aber auch der massive Abbau von Torf durch die Torfindustrie gefährdet das Moor und lässt Arten für immer verschwinden.

Vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe haben Moore auch eine weitere wichtige globale Bedeutung. Sie speichern sehr effektiv das Treibhausgas CO2 und müssen deshalb erhalten bleiben. Wenn Moore trockengelegt werden, entweicht das CO2 in die Atmosphäre und heizt das Klima weiter auf.

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