Gräser auf einem Feld
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Knoblauchkröte: gestrandet

Im Berliner Bezirk Tempelhof liegt der Naturpark Marienfelde. Ein Eldorado für
viele bedrohte Pflanzen und Tiere.

Die Marienfelder Feldmark ist ein einmaliger Ort in Berlin und bringt Natur in die Stadt. In diesem Naturpark finden viele vom Aussterben bedrohte Arten wie Moorfrosch und Knoblauchkröte noch Zuflucht. Hier brüten Nachtigall, Hauben- und Feldlerche, Neuntöter und Dorngrasmücke, und zwischen so selten gewordenen Pflanzen wie Klappertopf, Mäuseschwänzchen und Kartäusernelke hüpfen Laubfrosch und Feldhase.

Frösche und Kröten brauchen Tümpel, Gras, Sand und Unterholz, in einer Millionenmetropole wie Berlin sind das ansonsten Raritäten. Zwar gibt es in Berlin – im Vergleich zu anderen großen Städten – gefühlt durchaus reichlich Wasser und Grün, aber die Konkurrenz mit dem Beton ist für bestimmte Arten doch zu groß. Gerade Amphibien wie Moorfrosch und Knoblauchkröte sind vom Klimawandel bedroht. Ihre Lebens- und Laichräume schrumpfen in heißen, wasserarmen Sommern oder werden ganz vernichtet. Baupläne und Bagger tun ein Übriges.

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