Schmetterling ganz nah
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Schmetterlinge: verhungert

Feuerfalter und Schwalbenschwanz sind selten geworden auf den saarländischen Kalkmagerwiesen bei Merzig. Die Merziger Kalkplatte war ursprünglich eine Naturlandschaft mit Wiesen und Waldflächen, die heute landwirtschaftlich intensiv genutzt wird. Riesige, eintönige Ackerflächen sind dort angelegt worden. Hier finden Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter, das Große Ochsenauge oder der Schwalbenschwanz keinen Lebensraum mehr. Es fehlen die Disteln, Brennnesseln und die, wegen ihres leckeren Nektars beliebten, blühenden Wild- und Küchenkräuter.

Zudem macht der Einsatz von Pestiziden den Schmetterlingen schwer zu schaffen. Sterben die Schmetterlinge aus, ist die Vielfalt der Arten bedroht, mit fatalen Folgen für die ganze Natur. Denn wie die Bienen haben auch die Schmetterlinge eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen. Um das Schmetterlingssterben aufzuhalten, braucht es dringend eine Reform der Landwirtschaft.

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