Wiese mit wilden Blumen
© Martin Zorzi

Feuchtwiese: Trocken gelegt

Das Bühlertal ist ein Flüsschental mit artenreichen Streu- und Feuchtwiesen in der Nähe der Kreisstadt Schwäbisch Hall. Früher mähten die Bauern die Wiesen ein- bis zweimal im Jahr. All die Blumen und das kleine und große „Krabbelzeug“ waren durch den Schnitt nicht bedroht. Das Heu reichte für die Tiere. Die Wiesen waren Heimat für viele sehr seltene Pflanzen- und Tierarten, die in den feuchtnassen und gehölzfreien Wiesen gut wuchsen. Heute finden wir nur noch mit sehr viel Glück eine Trollblume oder den Sumpfwiesen-Perlmuttfalter, dessen Raupen sich vor allem von Sumpfveilchen ernähren.

Flüsschen und Bäche werden aus wirtschaftlichen Gründen trockengelegt. Überdüngung vergiftet und verschlammt das Wasser. Die intensive industrielle Landwirtschaft macht den Feuchtwiesen den Garaus und lässt sie für Tiere und Pflanzen ungenießbar werden.

Aber auch die Klimakatastrophe bedroht die artenreichen Feuchtwiesen. Längere Dürreperioden im Sommer lassen die Wiesen austrocknen. Damit gehen die Sumpfveilchen ein und Raupen finden nichts mehr zu fressen, die Artenvielfalt geht verloren.

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