Luchs im Nebel aus einer Wiese
© Hessenforst

Luchs: verschwunden

Lange war der Luchs aus den hessischen Wäldern ganz verschwunden. Die Tiere wurden von Wilderern und Jägern gejagt und schließlich ausgerottet. Jetzt sieht man sie dort vereinzelt wieder. Luchse sind nicht scheu, sondern sie sind versteckt – also selten zu sehen. Sie sind Einzelgänger und für Menschen ungefährlich. Ihr Revier, das sie durchstreifen, ist bis zu 400 Quadratkilometer groß. Das nordhessische Gebiet zwischen Söhrewald und Riedforst ist in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Hotspot für Luchse geworden. Hier finden sie Rückzugsräume und genug zum Fressen.

Der Luchs ist die größte Katze Europas. Die Pinselohren und das gefleckte Fell unterscheiden ihn von der Wild- oder Hauskatze. Nach wie vor ist der Luchs vom Aussterben bedroht. Was ihn am meisten gefährdet, ist die zunehmende Zerschneidung der Naturlandschaften durch Bahnlinien, Autobahnen und Straßen. Diese verhindert, dass sich Luchspopulationen genetisch mischen.

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