Trübes Bächlein
© Patrick Pleul/dpa

Knoblauchkröte: gestrandet

Die einzigartige Auenlandschaft im Spreewald mit ihren vielen Kanälen und Wasserläufen, Feuchtwiesen, urwüchsigen Wäldern und Mooren bietet den perfekten Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Der Spreewald ist als UNESCO-Biosphärenreservat besonders schützenswert, trotzdem ist er sehr gefährdet.

Ursache dafür ist der Braunkohleabbau in der Lausitz. Denn zur Förderung des Rohstoffes muss zunächst das Grundwasser abgesenkt werden. Ist der Tagebau ausgekohlt, das heißt der Abbau beendet, wird der Grundwasserspiegel wieder angehoben. Dadurch mischt sich das Grundwasser mit Eisenhydroxid und Sulfat aus dem Gestein, wird in die umliegenden Flüsse und Bäche gespült und landet damit auch in der Spree.

Durch die Eisenhydroxid-Belastung wird die Spree immer mehr zu einer rostbraunen Brühe, die bereits heute schon weite Teile des Spreewalds erreicht hat. Die sogenannte Verockerung belastet unser Trinkwasser und bedroht Flora und Fauna in Wäldern und Wiesen, an Uferböschungen und in Sümpfen.

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