Vollmondschein auf das Wattenmeer - im Hintergrund eine Insel mit Leuchtturm
© AP/Proepper

Austernfischer: weggespült

Mit seinem schwarz-weißen Gefieder, den roten Beinen und dem roten Schnabel gehört der Austernfischer – auch Mini- oder Halligstorch genannt – zu den auffälligsten Watvögeln an der Nordseeküste.

Er brütet gern vor den Deichen auf Fels-, Kiesel- oder Sandstränden. Austernfischer sind gute Schwimmer. Bei Flut oder Hochwasser ruhen die Vögel in dunklen Nächten auf dem Wasser. Verletzte oder noch nicht flugfähige Jungvögel verstecken sich vor ihren Feinden unter Wasser. Sie tauchen ab.

Heute sind die Austernfischer an der Nordseeküste bedroht. Neueste Untersuchungen zeigen, dass sie es nicht mehr schaffen, ihre Küken aufzuziehen. Ihre Nahrung wird knapp, weil sich wegen der Überfischung die Miesmuscheln kaum noch vermehren. Durch Trockenlegung des Deich-Vorlandes kommen Füchse und Marder leicht auf das entwässerte Vorland und räubern die Nester. Starkregen und Hochwasser spülen die Nester vom Vorland ins Meer. Die Population der Austernfischer schrumpft immer mehr.

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