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Alles unter einen Hut

Flyer: Die grüne Zeitpolitik

Flyer: Die grüne Zeitpolitik

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Zeitpolitik

Eine Stunde geschenkt – was könnte man damit nicht alles machen: dem kleinen Sohn vorlesen, bei der alten Nachbarin vorbeigehen, die Kumpels zum Fußball treffen oder sein Englisch aufbessern. Doch das Leben macht Tempo. Die Beschleunigung und Verdichtung halten uns beruflich wie privat auf Trab. Immer erreichbar zu sein ist für viele Beschäftigte selbstverständlich, notfalls nimmt man die Arbeit mit nach Hause. Wer sich noch dazu um andere kümmert, um Kinder, alt gewordene Eltern oder hilfsbedürftige Mitmenschen, spürt den Zeitdruck besonders. Oft sind es Frauen, die diese zusätzlichen Aufgaben schultern. Während Männer ihren Beruf in den Vordergrund rücken, müssen viele Frauen das berufliche Engagement hintanstellen.

Im Puzzle unseres Lebens muss so einiges zusammenpassen: Arbeit, Familie, Partnerschaft, Haushalt, Freundeskreis, gesellschaftliches Engagement, Hobbys. Wir sollten unsere Erwerbsarbeit so gestalten können, dass für alles Zeit bleibt. Denn bunt ist das Leben schöner. Und es verändert sich über die Jahre. Der Lehrling hat andere Bedürfnisse als der Vater kleiner Kinder. Die Mutter will wieder Verantwortung in ihrem Beruf übernehmen, wenn sie ihr Kind gut betreut weiß.

Die Filialleiterin steht vor neuen Anforderungen, wenn ihre alten Eltern Unterstützung brauchen. Ein einziges Arbeitszeitmodell reicht für ein ganzes Erwerbsleben nicht aus.

 

Wir meinen: Leben und Arbeiten gehören zusammen. Um beides in eine Balance zu bringen, brauchen wir flexiblere Arbeitszeitmodelle. So sehen es auch Vollzeit erwerbstätige Väter und Mütter, die sich kürzere Arbeitszeiten wünschen. Oder Teilzeit arbeitende Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit gerne ausweiten würden, wenn die Bedingungen stimmen.

Die grüne Bundestagsfraktion möchte es ermöglichen, Arbeitszeit beweglicher zu gestalten. Weniger, wenn einen neben dem Beruf noch andere Aufgaben fordern, oder auch mehr, wenn wir beruflich andere Prioritäten setzen wollen. Zugleich fördern wir damit eine Arbeitskultur, die nicht nur diejenigen belohnt, die besonders lange am Schreibtisch sitzen. Und schließlich wollen wir die Zeitsouveränität der Beschäftigten insgesamt und besonders der Menschen in belastenden Arbeitsformen stärken.

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