Reader: Freiheitskongress

Reader: Freiheitskongress

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Freiheit ist kein weiteres Tool im politischen Baukasten, sondern ein Grundwert, der auf Recht und Verantwortung beruht. Überall kämpfen Menschen um ihre Freiheit. Ökologische Krisen, Armut und Kriege, die Macht der Konzerne sowie das digitale Zeitalter stellen Freiheit aktuell in Frage und die Politik vor Herausforderungen. Seit Anfang des Jahres arbeitete die grüne Bundestagsfraktion daran, eine große Debatte über den Freiheitsbegriff innerhalb dieses Spannungsfeldes zu führen. Der grüne Freiheitskongress am 19. September im Bundestag in Berlin bildete einen vorläufigen Höhepunkt.

500 Gäste waren ins Paul-Löbe-Haus gekommen. Mit einer Grundsatzrede wurden sie von Katrin Göring-Eckardt begrüßt und verfolgten dann die Diskussionen im Plenum und in den Foren. Aus verschiedenen Perspektiven näherten sich unter anderen Sascha Lobo, Marianne Birthler, Reinhard Loske, Robert Misik, Ralf Fücks und Anton Hofreiter dem großen Thema.

Was kann grüne Politik zur Freiheit beitragen? In zwölf Foren hatten die TeilnehmerInnen Gelegenheit, sich mit namhaften Fachleuten aus dem Inund Ausland darüber auszutauschen. Zum Teil wurden dort konkrete politische Vorschläge auf den Tisch gelegt, so beispielsweise in Forum 1, „Freiheit im digitalen Zeitalter“, für eine bessere demokratische Kontrolle der Geheimdienste.

Im Forum 2, „Wie vertragen sich Öko und Freiheit“, wurde leidenschaftlich darüber diskutiert, wie die notwendige ökologische Transformation mit der breitest möglichen gesellschaftlichen Akzeptanz erreicht werden kann.

Dass internationale Solidarität zur Stärkung der Zivilgesellschaft beiträgt und damit besser geeignet ist, eine Faszination für Demokratie zu entfachen als Waffenlieferungen, war das Fazit im Forum 6, „Vom Tahir-Platz zum Maidan“.

Die Bedeutung von Empowerment und Partizipation für eine gleichberechtigte Bürgerinnengesellschaft und die Notwendigkeit von Selbstaktivierung und Zeitsouveränität als erforderliche politische Grundlagen der Freiheit kamen in den Foren 4 und 9 zur Sprache.

Wirtschafts- und finanzpolitische Forderungen nach mehr Verteilungsgerechtigkeit, Fusionskontrolle und mehr Unternehmensverantwortung für einen fairen Freihandel prägten die Diskussionen in den Foren 5 und 8.

Die vorliegende Dokumentation gibt – teilweise in Auszügen – die Keynote, die Eröffnungs- und Abschlussdiskussion sowie die Kommentare wieder. Sie versammelt die Diskussionen in allen Foren einschließlich deren Ergebnisse. Im Anhang finden sich weiterführende Hinweise zu unserer parlamentarischen Arbeit zu diesen Themen. Lesen Sie auf Seite 4, welche ersten Schlüsse Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter aus unserem Freiheitskongress ziehen.

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