AltersarmutDas Konzept der Grünen Garantierente

Rentnerin mit ihrer Gehhilfe geht vor einer beschmiertand einer S-Bahn-Trasseen W

Immer mehr Rentnerinnen und Rentner sind von Altersarmut betroffen. Angesichts unsteter Erwerbsbiografien, weit verbreiteter Niedriglöhne und eines sinkenden Rentenniveaus droht diese Entwicklung rasant fortzuschreiten. Betroffen sind vor allem Frauen, Selbständige und Personen mit gesundheitlichen Problemen.

Immer mehr Menschen könnten in Zukunft auf Grundsicherung angewiesen sein. Dafür müssen wir Vorsorge treffen. Eine sichere Altersversorgung für alle Menschen ist für die grüne Bundestagsfraktion ein zentrales Element einer gerechten Gesellschaft.

Wenn wir nicht entschieden gegensteuern, wird die Schere bei den Alterseinkommen weiter auseinandergehen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass sie als langjährig Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung im Alter in der Regel nicht auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sein werden.

Garantierente

Für uns hat die Einführung einer steuerfinanzierten Garantierente hohe Priorität. Die ist leicht realisierbar und zielgenau. Insbesondere Frauen werden profitieren, wenn unsere Vorschläge umgesetzt werden: Wer 30 Versicherungsjahre hat, soll nach heutigem Stand mindestens 850 Euro erhalten – und zwar über die gesetzliche Rentenversicherung. Alle Versicherungszeiten sollten anerkannt werden, auch Zeiten der Arbeitslosigkeit, Ausbildung, Kindererziehung, Pflege und Erwerbsminderung.

Wer selber betrieblich oder privat vorsorgt, soll belohnt werden, um Anreize für eine auskömmliche Altersversorgung zu wahren.

Doch nicht nur bei der Rente muss gehandelt werden. Damit möglichst viele Menschen vor Altersarmut geschützt werden, muss bereits während des Erwerbslebens gewährleistet sein, dass genug Ansprüche für später aufgebaut werden. So erleichtert fair bezahlte und gute Beschäftigung auch die Vorsorge für das Alter.

Alle Menschen sollen in Zukunft einen Anspruch auf Garantierente haben – aber nur wenige sollen sie brauchen. Das ist unser Ziel.

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5 Kommentare
Altersarmut
Andreas Sonntag 26.03.2013

Ein erster und bedeutender Schritt gegen Altersarmut wäre die unsägliche Verordnung zurück zu nehmen, das für Menschen, die ALG2 erhalten, keine Rentenversicherung bezahlt wird.. Das wäre der erste Schritt zur Glaubwürdigkeit.

Altersarmut und Rentenformel
Christian Hafler 27.03.2013

Ich bin immer noch der Meinung, dass es einfach nicht reicht die private Altersvorsorge auch nur teilweise anzurechnen. Wer privat für das Alter vorsorgt, ob jetzt mit der Riester Rente oder einer privaten Rentenversicherung sollte soweit belohnt werden, dass sofern man unter Grundsicherung liegt, kein Teil des Angesparten angerechnet wird. Wozu sollte man dann noch vorsorgen?

Interessant hierbei ist auch mal die Betrachtung der Rentenformel siehe http://www.rente.com/altersarmut/rentenformel. Gerade beim Rentenwert sollte vielleicht auch überlegt werden, wie man das Verhältnis zwischen Beitragszahler und Rentenempfänger verbessern kann.

Altersarmut
Trueteam 29.10.2016

Warum führt man keine Rente ein, in der alle einzahlen ( also Arbeitnehmer, Selbständige, Beamter, Politiker, Manager, usw.) Der Beitrag soll sich nach der Einkommenshöhe orentieren. Weiterhin sollen alle mit 65 Jahren in Rente gehen können ( kranke und behinderte früher ). Dabei soll jeder mind. 950,00 € erhalten im Monat und keine mehr als 1600,00 € im Monat. Nebeneinnahmen sollen nicht angerechent werden. Ich denke, dass wäre eine wirklich gute Mischung aus Kapitalismus und sozialer Gerechtigkeit.

Nichts neues unter der Sonne?
Andreas Buntrock 30.10.2016

Was ist mit jenen, die aus gesundheitlichen Gründen keine 30 Versicherungsjahre arbeiten konnten? Sollen die weiter beim Sozialamt um ergänzende Grundsicherung nach dem 4. Kapitel des Sozialgesetzbuches XII (www.gesetze-im-internet.de/gesetze-und-verordnungen/S/SGB_XII) betteln gehen und sich trotz oftmals im Rahmen ihrer Kräfte, teils darüber hinaus, geleistetem ehrenamtlichem Engagement die popoulistischen Suggestionen mittelständischer Klientielpolitiker anhören wie "Wer arbeitet muss mehr arbeiten, als der nicht arbeitet."? Als ob die Betroffenen sich ihre Krankheit aussuchen.

Die 850 Euro sind kaum mehr als Grundsicherung + Wohnkosten. DIE LINKE fordert 1050 €.

Alles Lüge
Rio 03.11.2016

Zur Rente glaube ich den grünen Postdemokraten gar nichts. Die Grünen haben zusammen mit der SPD die Rente erst kaputt gemacht und mit Hartz IV die Altersarmut ausgebaut und zementiert.

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