Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Schon gehört? Deutschland hat im Jahr 2007 seine CO2-Reduktionspflicht von 21% aus dem Kyoto-Protokoll erreicht. Das ist endlich mal eine gute Nachricht. Doch auch wenn sich der Bundesumweltminister noch so brüstet: Mit der Klimapolitik der Bundesregierung hat das herzlich wenig zu tun. Denn der Rückgang der Klimagase geht in Wahrheit zurück auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und den geringen Heizölverbrauch im vergangenen Jahr. Für den Boom des Ökostroms ist das von Rot-Grün eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz verantwortlich, für den geringen Ölverbrauch der milde Winter.

Bleibt die Frage, was die Bundesregierung eigentlich zum Klimaschutz beiträgt? Nichts Gutes! Das zeigt sich unmittelbar vor dem EU-Klimagipfel und der Klimakonferenz in Poznan in aller Deutlichkeit. Die Bundeskanzlerin spricht sich gegen eine ambitionierte Klimaschutzpolitik aus und verwässert das EU-Klimaschutzpaket. Als Klimakanzlerin dankt sie damit ab. Doch nicht genug: Der Umweltminister fordert Subventionen für den Neubau von Kohlekraftwerken, der Wirtschaftsminister stellt den CO2-Handel erneut in Frage und alle zusammen blockieren wirksame CO2-Grenzwerte für Pkw.

Und was die CO2-Bilanz angeht: Im Jahr 2008 zeigt der Emissionstrend in Deutschland wieder nach oben. Das Kyoto-Ziel hat die Bundesregierung also noch nicht geschafft - wohl aber den Rollenwechsel vom Vorreiter zum Bremser in der Klimapolitik. Diese Blamage ersten Ranges wird Deutschland teuer zu stehen kommen.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre der Erstausgabe unseres Newsletters Energie- und Klima.

Mit den besten Grüßen,
die Redaktion


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