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OlympiaWinterspiele 2018 in Südkorea

Die gemeinsame Olympia-Mannschaft von Süd- und Nordkorea wird von den zwei Fahnenträgern Won Yun Jong, Bobfahrer aus Südkorea, und Hwang Chung Gum, Eishockeyspielerin aus Nordkorea, ins Olympiastadion geführt.
Im südkoreanischen Pyeongchang sind die Olympischen Winterspiele 2018 eröffnet worden. Die gemeinsame Olympia-Mannschaft von Süd- und Nordkorea wird von den zwei Fahnenträgern Won Yun Jong, Bobfahrer aus Südkorea, und Hwang Chung Gum, Eishockeyspielerin aus Nordkorea, ins Olympiastadion geführt.

Die olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar 2018 und die Paralympics vom 9. bis 18. März 2018 in Pyeongchang (Südkorea) statt.

Unabhängig von Olympia: Raketentests und militärische Drohungen von Seiten der Diktatur in Nordkorea gegen andere Staaten sind zu keinem Zeitpunkt akzeptabel. Sanktionen und Diplomatie sind daher die gebotene Antwort der internationalen Staatengemeinschaft. Die Olympischen Spiele und Paralympics in Pyeongchang sind eingebettet in dieses schwierige Umfeld.

Eine gute Geste Nordkoreas

Die Teilnahme von nordkoreanischen Sportlerinnen und Sportlern sowie die Entsendung einer Delegation Nordkoreas zu Olympia sind eine gute Geste im Rahmen dieses Sportereignisses.

Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik, in einem Statement vom 1. Januar:
„Es ist noch nicht ausgeschlossen, dass für Nordkorea die Gespräche ein Feigenblatt sind, um mehr Zeit für neue Tests zu gewinnen. Eine schnelle Lösung des Nuklearkonflikts ist also nicht zu erwarten. Aber in den Beziehungen zwischen den beiden Koreas geht es um mehr als den nuklearen Streit. Es geht um eine wirtschaftliche Perspektive für die notleidende nordkoreanische Bevölkerung, um die Zusammenführung von Familien und eine Geste der Versöhnung am Beginn der olympischen Spiele.“

Internationaler Sport auf schiefer Bahn

Die internationale Sportpolitik hat sich immer mehr von Werten wie Völkerverständigung und Kulturaustausch entfernt. Das mehrjährige russische Staatsdoping ist durch Untersuchungen und glaubwürdige Aussagen hinreichend belegt. Die kommerzielle Ausrichtung dominiert inzwischen die Olympische Idee. Führende Sportfunktionäre haben sich bereichert und sind Teil der Sportkorruption.

Auch als Folge dieser langjährigen Fehlentwicklungen wurden in Deutschland und anderen europäischen Staaten in den letzten Jahren Olympiabewerbungen durch Bürgerentscheide gestoppt. Angesichts von Doping, Korruption und Gigantismus ist dringend ein Update im Sport und durch die Politik erforderlich.

Grüne Erwartungen an Thomas Bach

Wenn das IOC unter seinem langjährig verantwortlichen Präsidenten Thomas Bach nicht endlich die notwendigen Maßnahmen für einen sauberen Sport und mehr Transparenz sowie eine maßvolle Olympiaentwicklung ergreift, dann wird der selbstverschuldete Ansehensverlust von IOC und internationalen Sportverbänden weitergehen. Dem besonderen Kulturgut Sport droht die Demontage.

Unsere Forderungen:

  • Bürgerbeteiligung und Volksbefragung bei Olympiabewerbungen
  • Transparenz bei den Kosten und im Bewerbungsverfahren
  • Beteiligung von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen bei Bewerbung und Durchführung von Sportgroßveranstaltungen
  • Mehr Athletenrechte im IOC
  • Keine Steuerbefreiung für kommerzielle tätige Sportorganisationen
  • Unbelastete und glaubwürdige Sportfunktionäre

Unser Konzept für mehr Demokratie in der internationalen Sportpolitik:

Reform der Spitzensportförderung in Deutschland

In Deutschland ist die finanzielle Spitzensportförderung des Bundes ausgerichtet auf das Abschneiden der deutschen Teams bei Olympischen Spielen, Paralympics und Weltmeisterschaften. Die Sportverbände erhalten finanzielle Förderung für Lehrgänge und Olympiavorbereitung sowie für das Spitzensportpersonal, zum Beispiel Trainerinnen und Trainer. Olympiastützpunkte werden in den Bereichen Sportmedizin, Trainingswissenschaft, Leistungsdiagnostik und Karrierebetreuung finanziell gefördert. Fast 1.000 Personalstellen stehen bei Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll für Spitzensportlerinnen und –sportler zur Verfügung. Sportwissenschaftliche Institute erhalten aus dem Bundeshaushalt eine Förderung für Materialentwicklung bei Sportgeräten sowie trainingswissenschaftliche Erkenntnisse. Im vierjährigen Zyklus der olympischen Sommer- und Winterspiele fließen somit alleine auf Bundesebene fast eine Milliarde Euro in die Spitzensportförderung in Deutschland. Auch der Bundesrechnungshof übte Kritik: Kontrolle und mehr Transparenz beim Spitzensport sind geboten!

Zum Ende des Jahres 2016 haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das für Sport zuständige Bundesministerium des Innern (BMI) sowie die Sportministerkonferenz der Länder (SMK) Beschlüsse für eine Reform der Spitzensportförderung auf den Weg gebracht. Wir halten diese Beschlüsse nicht für ausreichend und fordern daher eine Überarbeitung.

Unsere Forderungen:

  • Bei Spitzensportförderung auch die Breitensportwirkung einbeziehen
  • Mehr Transparenz bei der Verwendung von Steuergeldern
  • Stärkung der AthletInnenrechte; finanzielle Förderung des Vereins „Athleten Deutschland e.V.“
  • Nur dopingfreier Sport ist förderfähig; klare Konzepte gegen sexualisierte Gewalt im Sport

Unser Konzept für einen Spitzensport in Deutschland und eine moderne Sportentwicklung

Broschüre „Sport bewegt“

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