Cum-ExCarsten Maschmeyer im Untersuchungsausschuss

Carsten Maschmeyer und Vertraute aus seinem persönlichen Umfeld haben etwa 40 Millionen Euro in Cum/Ex-Anlagen investiert. Mit der Befragung von Carsten Maschmeyer lenken wir erstmalig den Fokus auf Finanzinvestoren, die versucht haben, mit Cum/Ex-Anlagen Profite zu erzielen. Maschmeyer hat im Vorfeld der Befragung gegenüber dem Magazin Focus erklärt, nie wissentlich in Cum/Ex-Geschäfte investiert zu haben und gegenüber dem Untersuchungsausschuss als Opfer auszusagen. Nachdem die Geschäfte platzten, klagte er gegen die Bank J. Safra Sarasin.

Einer der reichsten Deutschen bereichert sich auf Kosten der Gesellschaft

Gerhard Schick, Sprecher für Finanzpolitik und Obmann im Cum/Ex-Untersuchungsausschuss, nimmt Maschmeyer die Opferrolle nicht ab: „Es ist eine Sauerei, dass einer der reichsten Deutschen keine Hemmungen hatte, sich auf Kosten der Gesellschaft zu bereichern. Herrn Maschmeyer muss klar gewesen sein, dass er den deutschen Staat und seine Mitbürger um die Millionen prellt, die er als Rendite einstreichen wollte. Aber die Geldgier war wohl größer als das Gewissen.“

Weitere Zeugen für die am 24. November 2016 ab 13 Uhr angesetzte öffentliche Befragung sind unter anderem:

  • Thomas Wiesenbart und Ulf Johannemann von der Kanzlei Freshfields, die mit Beratungsleistungen in Cum/Ex-Fällen einschlägig in Verbindung gebracht werden.

  • Hanno Berger, der quasi als Erfinder des Cum/Ex-Geschäftsmodells gilt. Berger hält sich in der Schweiz auf und wird der Zeugenladung voraussichtlich nicht folgen.

  • Der ehemaliger Geschäftsführer der Maple Bank, Wolfgang Schuck. Er soll maßgeblich für die Cum/Ex-Strategie der Bank verantwortlich sein, die wohl zum Fall des Bankhauses führte.

  • Referatsleiter Peter Rennings aus dem Bundesfinanzministerium.

Die Befragungen sind grundsätzlich öffentlich. Zur Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen kann die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden.Die veröffentlichten Ausschussdokumente stehen zum Download bereit.

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