08Mär

Diskussion

60 Jahre Römische Verträge. Ja zu Europa – Mut zu Veränderung

Inhalt

Vor 60 Jahren wurden mit den Römischen Verträgen die zentralen Eckpfeiler für die heutige Europäische Union gesetzt. Die Schaffung der Zollunion, des gemeinsamen Marktes und der vier Grundfreiheiten für Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital haben den Kontinent zusammenrücken lassen. Die Römischen Verträge waren zugleich Geburtsstunde unserer Wertegemeinschaft und sichern uns bis heute Frieden und Wohlstand.

Allerdings erschüttern viele sich überlappende Krisen das Projekt der europäischen Einigung – stärker als jemals zuvor. Die mangelnde Solidarität im Umgang mit diesen Krisen lassen die Zweifel wachsen, ob die EU und ihre Mitgliedsstaaten in der Lage sind, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Zudem wird mit dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens und den zunehmenden nationalistischen Tönen der Zusammenhalt Europas immer wieder in Frage gestellt.

Fakt ist aber, dass die Herausforderungen unserer Zeit für Kleinstaaterei zu groß sind. Die grenzüberschreitenden Probleme, die uns alle betreffen, wird kein Staat mehr alleine bewältigen können. Wir brauchen ein Europa, das zusammenhält und wirksame Instrumente entwickelt, die diesen Herausforderungen gerecht werden.

Doch die EU ist für uns mehr als ein Instrument politischer Handlungsfähigkeit in Zeiten der Globalisierung. Europa prägt unser Leben: Wir lernen, studieren, leben, lieben in Paris, Warschau oder Athen. Wir reisen vielerorts ohne Pass vorzuzeigen oder Geld umzutauschen. Ob bei zivilgesellschaftlichen Engagement, in Politik, Wissenschaft oder Wirtschaft, ob in Behörden oder Kultureinrichtungen: Wir vernetzen uns von Lissabon bis Nikosia, von Helsinki bis Valletta, um gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Gerade die junge Generation lebt Europa – und wir wollen, dass das so bleibt.

„Ja zu Europa – Mut zu Veränderung“ ist der Titel unserer „Grünen Erklärung zur Zukunft der EU“, die wir gemeinsam mit der grünen Europagruppe im Herbst 2016 beschlossen haben: http://gruenlink.de/19u8
Und dieses Motto gilt nach wie vor: „Ja zu Europa“ - weil die EU das wertvollste ist, was dieser Kontinent je geschaffen hat. „Mut zu Veränderung“ - damit Europa nachhaltiger, solidarischer, gerechter und verantwortungsvoller gegenüber der Welt und gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern wird.

Den 60. Jahrestag der Römischen Verträge wollen wir zum Anlass nehmen, um einen Blick auf die historischen Errungenschaften der EU zu werfen, aber auch auf künftige Herausforderungen und mögliche Antworten.

Wir laden Sie herzlich ein.       


Das Fachgespräch wird durch Dolmetscher in Englisch übersetzt.

Programm

Programm

17.30Anmeldung
18.00

Begrüßung

Dr. Frithjof Schmidt MdB
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

18.10

Keynote

Prof. Dr. Claus Leggewie
Direktor, Kulturwissenschaftliches Institut Essen

18.25

Panel- und Publikumsdiskussion 

Judy Dempsey
Nonresident Senior Fellow und Editor in Chief, Strategic Europe, Carnegie Europe

Bas Eickhout MdEP
GroenLinks, Niederlanden
Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz

Basil Kerski
Direktor, Europäisches Solidarność-Zentrum, Danzig

Moderation: Annalena Baerbock MdB
Sprecherin für Klimapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

19.55

Schlusswort

Manuel Sarrazin MdB
Sprecher für Europapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

20.00Get-together und Ausklang

Anreise

Mit der U- oder S-Bahn bis Haltestelle „Hauptbahnhof“ oder „Bundestag“ (U-Bahn 55) oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag oder mit dem Bus TXL bis Haltestelle „S- und U-Bahn „Brandenburger Tor“. Über den Eingang West (gegenüber dem Kanzleramt) gelangen Sie zum Veranstaltungsort. Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie ein amtliches Personaldokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.

Über den Eingang Paul-Löbe-Alle 2 (gegenüber vom Reichstagsgebäude) gelangen Sie zum Veranstaltungsort.

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