06Mär

Fachgespräch

Vier Jahre nach Fukushima: Chancen für eine Energiewende

Inhalt

Darum geht's

Vier Jahre sind seit dem Reaktorunglück in Fukushima vergangen. In Deutschland hatte der GAU tiefgreifende Konsequenzen: den parteiübergreifenden Atomausstieg inklusive einer Verpflichtung zur Energiewende und in der Folge einen Neustart in der Endlagersuche für den hochradioaktiven Atommüll.

Ganz anders in Japan: Obwohl die Situation in Fukushima Daiichi weder bewältigt ist, noch absehbar ist, ob sie je bewältigt werden kann, will die Regierung Abe die Atomkraftwerke wieder hochfahren. Das AKW Sendai in der Nähe zweier aktiver Vulkane soll als erstes ans Netz. Bisher wird das vom Widerstand der Kommunen verhindert. Die japanische Gesellschaft will den Atomausstieg. Doch Premier Abe erklärt den "billigen Atomstrom" als unverzichtbar für Japans Wirtschaft. Und dieses Argument beginnt zu wirken.

Dabei hat Japan alle Voraussetzungen für eine Energiewende: Technologie-Affinität, eine exzellente Wissenschafts- und Hochschullandschaft, die Notwendigkeit sich nach 20-jähriger Rezession innovativ aufzustellen, hohe energetische Effizienzpotentiale und fantastische natürliche Voraussetzungen für die Nutzung Erneuerbarer Energien: hohe Sonneneinstrahlung, lange windhöffige Küsten, gute Bedingungen für Geothermie und viele Möglichkeiten zur Biomasse-Nutzung.

Fukushima hat der Welt gezeigt, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Ein weltweiter Ausstieg ist notwendig. Unmittelbar vor dem Jahrestag der Katastrophe wollen wir mit unseren Gästen und ExpertInnen diskutieren, wie sich die Lage in Fukushima Daiichi darstellt und welche Chancen ein Atomausstieg und eine Energiewende in Japan vielleicht doch noch haben.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Programm

Programm

13.30Anmeldung
14.00Begrüßung und Einführung

Sylvia Kotting-Uhl MdB

Sprecherin für Atompolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
14.20

Situation in Fukushima heute – Gefahren und Herausforderungen

Dr. Christoph Pistner
Stellv. Bereichsleiter „Nukleartechnik & Anlagensicherheit“ Öko-Institut e. V. Darmstadt

14.40

Fukushima danach - Von Veränderungschancen zum Rückschritt

Tomoyuki Takada und Eva Axnix-Takada
Mitglied Midori no Tō (Grüne Partei in Japan) bzw. Mitglied Bündnis 90/Die Grünen

15.00

Diskussion mit Publikumsbeteiligung

Moderation: Sylvia Kotting-Uhl

15.20Pause
15.40

Möglichkeiten einer deutsch-japanischen Kooperation zur Energiewende

Prof. Dr. Peter Hennicke
Senior Advisor und ehemaliger Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie

16.00

Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen in Japan

Manfred Rauschen
Geschäftsführender Gesellschafter Öko-Zentrum NRW GmbH

16.20

Abschlussdiskussion mit Publikumsbeteiligung

Moderation: Sylvia Kotting-Uhl
17.00Ende der Veranstaltung

Anmeldung

Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist für den Zutritt zu den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages aus Sicherheitsgründen bis zum 02.03.2015 erforderlich. Für den Einlass ist ein Personaldokument erforderlich.

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Sollten Sie aufgrund einer Behinderung z. B. eineN GebärdensprachdolmetscherIn benötigen, bitten wir Sie, mit uns möglichst bis zum 28.02.2015 Kontakt aufzunehmen.

Wichtiger Hinweis zum Datenschutz

Alle Daten, die Sie uns im Anmeldeformular übermitteln, werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Erhebung der Daten ist für die Planung der Veranstaltung, die Erstellung der Teilnehmerausweise sowie aus Sicherheitsgründen (Zutritt zu den Gebäuden des Deutschen Bundestages) unumgänglich. Nach Erreichen der Zwecke werden Ihre Daten - sofern Sie keine weiteren Infos möchten - umgehend gelöscht. Bitte beachten Sie bei Ihrer Anmeldung die entsprechenden Optionen.

Anreise

Mit der U- oder S-Bahn bis Haltestelle „Hauptbahnhof“ oder „Bundestag“ (U-Bahn 55) oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag. Über den Eingang West (gegenüber dem Kanzleramt) gelangen Sie zum Veranstaltungsort. Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie ein amtliches Personaldokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.

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