24Apr

Fachgespräch

Bunte Landschaften – Vielfalt vs. Chemie. Wege zu einer pestizidarmen Landwirtschaft

Inhalt

Das Geschäft mit Pestiziden ist profitabel. Die deutschen Pestizidhersteller konnten die letzten Jahre in Folge Rekordzuwachsraten vermelden. Dem stehen massive Kosten und Schäden gegenüber, die der Einsatz von Pestiziden - trotz Anwendungsauflagen und „Guter Fachlicher Praxis“ - für Menschen, Tiere und Umwelt mit sich bringt.

Denn Ackergifte treffen längst nicht nur die Lebewesen, gegen die sie eingesetzt werden. Sie schädigen sowohl Wildkräuter als auch Insektenbestände und rauben damit vielen Tierarten im Agrarökosystem die Nahrungsgrundlage. Heute leben 50 Prozent weniger Vögel als noch vor 30 Jahren in den Kulturlandschaften Deutschlands; Pestizide gelten auch als wesentliche Ursache für massive Rückgänge bei Bestäubern wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen. Jüngste Studien gehen von bis zu 80% Rückgang aus. Nicht zuletzt landen Pestizidrückstände in Grund- und Oberflächenwasser – und finden sich in unseren Lebensmitteln wieder.

Die Bundesregierung sorgt mit ihrer Politik dafür, dass der Großeinsatz von Pestiziden auf unseren Äckern weitergeht. Das ist verantwortungslos. Wollen wir die Landwirtschaft zukunftsfähig machen, müssen wir die momentane Abhängigkeit von Pestiziden auflösen.

Aber wie kommen wir dahin? Wie schaffen wir die Wende hin zu einer grünen Landwirtschaft mit weniger Gift? An welchen Konzepten, existierenden Beispielen und wissenschaftlichen Erkenntnissen können wir uns dabei orientieren? Und welche politischen Stellschrauben müssen wir dafür justieren?

Wir freuen uns darauf, diese Fragen mit Ihnen zu diskutieren.

Programm

Programm

13.00Anmeldung
13.30

Begrüßung

Dr. Anton Hofreiter MdB
Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

13.40

Einführung

Harald Ebner MdB
Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

13.45

Grußbotschaft

Prof. Hilal Elver
UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung beim UN-Menschenrechtsrat (via Skype)

14.00

„Wie schaffen wir die Pestizidreduktion – Instrumente für weniger Pestizideinsatz“

Der dänische Pestizid-Aktions-Plan

Dr. Anders Branth Pedersen
Fachbereich Umweltwissenschaften, Universität Aarhus (DK)

5-Punkte-Programm für einen nachhaltigen Pflanzenschutz

Dr. Jutta Klasen
Leiterin Fachbereich IV / Chemikaliensicherheit
Umweltbundesamt (UBA)

Instrumente für die Pestizidreduktion

Prof. Dr. Erik Gawel
Departmentleiter, Department Ökonomie
Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Europäische Ansätze

Martin Häusling MdEP
Umwelt- und agrarpolitischer Sprecher
der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament

15.10

Kaffepause

15.30

„Was bedeutet Pestizidreduktion für die Landwirtschaft – und wie schaffen wir den Ausstieg aus dem Großverbrauch?“

Carl-Albrecht Bartmer
Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)

Florian Schöne
Generalsekretär des Deutschen Naturschutz Rings (DNR)

Prof. Dr. Maria Finckh
Fachgebietsleiterin Ökologischer Pflanzenschutz
Uni Kassel

16.25

Zusammenfassung und Ende der Veranstaltung            

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Mit der U- oder S-Bahn bis Haltestelle „Hauptbahnhof“ oder „Brandenburger Tor“ oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag“ oder mit dem Bus TXL bis Haltestelle „Bundeskanzleramt“. Über den Eingang West (gegenüber dem Kanzleramt) gelangen Sie zum Veranstaltungsort. Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie ein amtliches Personaldokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.

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