22Mär

Parlamentarischer Abend

Kampf für Kultur. Welche Freiheiten braucht Kreativität?

Inhalt

Wir leben in experimentellen Zeiten. Auf viele Fragen gibt es keine fertigen Antworten und für viele gesellschaftliche Erscheinungen noch nicht einmal die richtigen Fragen. Die Welt ist unübersichtlicher und vielfältiger geworden – diese Prozesse lassen sich nicht rückgängig machen, auch wenn dies von rechts im Namen einer angeblichen „kulturellen Identität“ ersehnt wird. Und es ist auch gar nicht wünschenswert, denn der Wunsch nach Einheitlichkeit ist der natürliche Feind der offenen Gesellschaft, in der Zusammenhalt sich nicht qua „Leitkultur“ verordnen lässt.

Kreativität ist gefragt, um in einer Gesellschaft im Veränderungsmodus neue Möglichkeitsräume zu eröffnen und den Verfechtern einer „Leitkultur“ etwas entgegensetzen zu können. Zwar hat der Appell „Sei kreativ!“ vielfach einen zwanghaften Charakter angenommen und wird von kritischen KünstlerInnen als „neoliberale“ Aufforderung zur Selbstvermarktung zurückgewiesen - gleichwohl gilt es gerade jetzt, das einzigartige Potenzial von Kunst und Kultur zu fördern: Die Fähigkeit ins Offene zu denken und Erfahrungen zu ermöglichen, die unsere Sicht der Dinge in Frage stellen. Gleichzeitig kann Kultur gerade in Zeiten großer Umbrüche Orientierung und ein Gefühl der Zugehörigkeit geben. Sicher: Kunst und Kultur sind frei und politische Probleme müssen erst einmal politisch gelöst werden. Eine Gesellschaft verliert ihre Offenheit und Dynamik, wenn sie die kulturellen Freiheiten nicht schützt und fördert. Kultur braucht Freiräume, damit Künstler und Kreative ihre Ideen entwickeln können. Ob diese dann für Gesellschaft und Politik von Nutzen sind, steht auf einem anderen Blatt. Kultur hat immer auch einen Wert an sich, jenseits aller Zwecke.

Auf unserer Veranstaltung „Kampf für Kultur. Welche Freiheiten braucht Kreativität?“ wollen wir darüber sprechen, welche Rolle Kultur in den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen spielt und welche (äußeren) Bedingungen Kreativität ermöglichen.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren. Für musikalisches und leibliches Wohl ist gesorgt.

Programm

Programm

18.30Anmeldung
19.00

Begrüßung

Ulle Schauws MdB
Sprecherin für Kulturpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

19.15

Keynote: Kunst und Kultur - Warum die Welt mit anderen Versionen ihrer selbst konfrontiert werden will

Prof. Dr. Armin Nassehi
Ludwig-Maximilians-Universität München

19.45

Gespräch: Status quo vadis? Kultur in der offenen Gesellschaft

Prof. Dr. Armin Nassehi
Ludwig-Maximilians-Universität München

Katrin Göring-Eckardt MdB
Fraktionsvorsitzende 
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

20.15

Vorstellung der Meeting Points

Tabea Rößner MdB
Sprecherin für Medien und digitale Infrastruktur
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

20.30

Meeting Points

Die Freiheiten der Künste

Olaf Zimmermann
Geschäftsführer Deutscher Kulturrat

Katja Dörner MdB
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Verwertungszwänge 

Kathrin Röggla
Schriftstellerin

Chris Kühn MdB
Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Zwischen Kreativität und Bürokratie

Holm Friebe
Publizist, Geschäftsführer Zentrale Intelligenz Agentur

Dieter Janecek MdB
Sprecher für Wirtschaftspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Soziale Absicherung von Kreativen

Lisa Jopt
Schauspielerin, „Ensemble Netzwerk“

Tabea Rößner MdB
Sprecherin für Medien und digitale Infrastruktur
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Diversität im Kulturbetrieb

Amelie Deuflhard
Künstlerische Leiterin Kampnagel Hamburg

Ulle Schauws MdB
Sprecherin für Kulturpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Kultur, Kritik und Demokratie

Johannes Ebert
Generalsekretär Goethe-Institut

Omid Nouripour MdB
Sprecher für Außenpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

21.00

DJ Impulse spielt Jazz ohne Dogma

Jörg Heidemann  
Geschäftsführer Verband Unabhängiger Musikunternehmen e.V.

Anreise

Mit der U- oder S-Bahn bis Haltestelle „Bundestag“ oder „Brandenburger Tor“ oder mit dem Bus 100 bis zur Haltestelle „Reichstag/Bundestag“.

Wichtige Hinweise

Der Kirchentag bringt erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen rund um das Brandenburger Tor mit sich, reguläre Bus- und Bahnverbindungen werden sich ändern. Bitte beachten Sie deshalb aktuelle Hinweise der Berliner Verkehrsbetriebe, BVG.

Einlass:

Um in das Reichstagsgebäude zu gelangen, benötigen Sie ein amtliches Personaldokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.

Bitte nutzen Sie folgende Eingänge:

Jakob-Kaiser-Haus
Dorotheenstraße 100
10117 Berlin

Paul-Löbe-Haus, Südeingang
Paul-Löbe-Allee 2
10557 Berlin

Diese Eingänge werden von 21.45 Uhr bis 24.00 Uhr geöffnet sein. Einlass erhalten nur unsere angemeldeten Gäste. Bitte halten Sie für die Einlasskontrolle ein Ausweisdokument und Ihre Einladung bereit.

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