27Jan

Fachgespräch

Strom- und Verkehrswende zusammendenken - Sektorenkopplung auf den Weg bringen

Inhalt

Der Verkehrssektor ist die klimapolitische Leerstelle in Deutschland. Er ist der einzige Bereich, in dem die Treibhausgase im Vergleich zu 1990 gestiegen sind. Es ist höchste Zeit, dies zu ändern. Um die Verkehrswende voranzubringen und den Schadstoffausstoß zu senken, gilt es jetzt, Verkehr zu vermeiden, Verkehr auf klimafreundlichere Verkehrsträger zu verlagern sowie die Energieeffizienz zu erhöhen und Antriebe zu dekarbonisieren. Über die Verknüpfung von Strom- und Verkehrssektor („Sektorenkopplung“) kann ein Teil des Verkehrs auf klimaverträgliche erneuerbare Energien umgestellt werden. Außerdem trägt sie dazu bei, die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne besser ausgleichen zu können, etwa indem Stromüberschüsse sinnvoll im Verkehr genutzt werden.

Elektromobilität ist die bekannteste Form der Sektorenkopplung, vor allem im Individual- sowie im Bus- und Bahnverkehr. Doch auch hier ist die Verknüpfung längst nicht perfekt, solange der Strommix in Deutschland viel Kohlestrom enthält und E-Autos nicht auch als Stromspeicher eingesetzt werden. Insbesondere im Flug- oder Straßengüterverkehr fehlt es noch weitgehend an Alternativen zum fossilen Verbrennungsmotor. Hier könnte künftig die Umwandlung von Ökostrom in Gas oder flüssige Treibstoffe (Power-to-Gas bzw. Power-to-Liquid) ein zukunftsweisender Ansatz sein. Doch nicht nur technische, auch regulatorische Gründe stehen noch oft im Weg. In diesem Fachgespräch wollen wir den Hemmnissen der Sektorenkopplung auf den Grund gehen und die Chancen für VerbraucherInnen und Mobilitätsanbieter ausloten.

Programm

Programm

12.30Anmeldung
13.00

Begrüßung und Einführung

Dr. Julia Verlinden MdB
Sprecherin für Energiepolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

13.15

Fachlicher Input

Strom- und Verkehrswende verbinden: Technische Möglichkeiten der Sektorenkopplung

Udo Lambrecht
Fachbereichsleiter Verkehr und Umwelt IFEU Heidelberg

Folgen der Systemintegration: Welchen Strom- und Infrastrukturbedarf erfordert die Sektorenkopplung?

Norman Gerhardt
Gruppenleiter Energiewirtschaft und Systemanalyse Fraunhofer IWES

Sektorenkopplung aus Praxissicht: Worauf müssen sich VerbraucherInnen und Mobilitätsanbieter einstellen?

Korinna Stephan
InnoZ

Welche Maßnahmen muss die Politik umsetzen?

Simon Schäfer-Stradowsky
Geschäftsführer IKEM

Anschließend: Fragen aus dem Publikum

Moderation: Stephan Kühn MdB
Sprecher für Verkehrspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

15.00Pause
15.15

Podiumsdiskussion

Andreas Kuhlmann
Vorsitzender der Geschäftsführung dena

Christian Hochfeld
Geschäftsführer Agora Verkehrswende

Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner
Professor für Energiespeicher und Energiesysteme Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Dr. Harry Lehmann
Fachbereichsleiter, Umweltbundesamt

Anschließend: Fragen aus dem Publikum

16.50

Zusammenfassung und Verabschiedung

Stephan Kühn MdB
Sprecher für Verkehrspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

17.00Ende der Veranstaltung

Anreise

Um zum Marie-Elisabeth-Lüders-Haus zu gelangen, fahren Sie mit der Tram, U- oder S-Bahn bis zur Haltestelle "Friedrichstraße" oder per S-Bahn oder Bus 100 bis zur Haltestelle "Brandenburger Tor". Vom Hauptbahnhof sind es zirka 10 Minuten Fußweg, alternativ nutzen Sie von dort die Buslinie TXL bis "Marschallbrücke" oder die U 55 bis Station „Bundestag“.

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