04 Jun 2019

Fachgespräch 30 Jahre Tian'anmen-Massaker. Antworten auf ein China im Wandel

Darum geht's

Am 3./4. Juni 2019 jährt sich das Tian’anmen-Massaker in Peking zum 30. Mal. Bis heute gibt es keine gesicherten Opferzahlen, keine öffentliche Aufarbeitung, kein Gedenken. Das Fachgespräch spannt den Bogen von 1989 hin zur aktuellen Menschenrechtslage in China und, eng damit verbunden, dem wachsenden internationalen Gestaltungsanspruch Pekings.

Im 1. Panel diskutieren wir, was die Niederschlagung der friedlichen Proteste am Platz des Himmlischen Friedens für politische Teilhabe, Öffnung und Demokratie für das heutige China bedeutet, in dem religiöse Minderheiten, Zivilgesellschaft und Opposition systematisch unterdrückt werden. Ebenso geht es darum, ob und welche Parallelen es zwischen der gewaltsamen Unterdrückung 1989 und der zunehmenden politischen Einflussnahme der chinesischen Zentralregierung in Hongkong gibt. Im 2. Panel thematisieren wir die Verschiebung der außenpolitischen Prioritäten Chinas. Dazu gehört der Versuch, die Universalität der Menschenrechte zugunsten eines „gemeinsamen Schicksals der Menschheit“ zu relativieren. Das Kerninstrument der neuen geopolitischen Strategie „Belt and Road“, ein globales Investitionsprogramm, birgt Chancen und Risiken. Auf beides haben Deutschland und Europa noch keine Antwort gefunden. Deshalb werden wir erörtern: was braucht es für eine proaktive und kohärente deutsche und europäische China-Politik?

Für das ganze Fachgespräch gibt es eine Dolmetschung auf Deutsch-Englisch und Deutsch-Chinesisch.

Für das ganze Fachgespräch gibt es eine Dolmetschung auf Deutsch-Englisch und Deutsch-Chinesisch.

Uhrzeit

 

17.30 Anmeldung
18.00

Begrüßung

Katrin Göring-Eckardt MdB
Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

18.15

Panel 1: Die aktuelle Menschenrechtssituation in China

Moderation: Margarete Bause MdB
Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Dr. Kristin Shi-Kupfer
Leiterin Forschungsbereich Politik, Gesellschaft, Medien
Mercator Institute for China Studies (MERICS)

Zhou Qing
Schriftsteller und Regimekritiker

Ray-Wong Toi Yeung und Alan-Li Tung Sing
Prodemokratische Aktivisten/Hongkong

 

19.15

Panel 2: Ende der Zurückhaltung – die neue chinesische Außenpolitik

Moderation: Jürgen Trittin MdB
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Dr. Janka Oertel
Transatlantic Fellow im Asia Program
German Marshall Fund

Prof. Dr. Eberhard Sandschneider
Leiter des Arbeitsschwerpunktes Politik China und Ostasiens
Freie Universität Berlin

20.15

Zusammenfassung

Agnieszka Brugger MdB
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Anreise

Um zum Marie-Elisabeth-Lüders-Haus zu gelangen, fahren Sie mit der Tram, U- oder S-Bahn bis zur Haltestelle "Friedrichstraße" oder per S-Bahn oder Bus 100 bis zur Haltestelle "Brandenburger Tor". Vom Hauptbahnhof sind es zirka 10 Minuten Fußweg, alternativ nutzen Sie von dort die Buslinie TXL bis "Marschallbrücke" oder die U 55 bis Station „Bundestag“.