10 Sep 2019

Fachgespräch Die "Radix-Blätter" revisited - DDR-Subkultur und die friedliche Revolution

Diesen Herbst feiern wir das 30-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution und des Falls der Mauer. An diesem historischen Ereignis waren viele Menschen beteiligt, vor allem die Bürgerinnen und Bürger, die mutig auf die Straße gingen und für Freiheit kämpften. Die Friedliche Revolution hat aber zugleich eine lange Vorgeschichte, die sich oft im Versteckten abspielte. Die Ost-Berliner Untergrundzeitschrift „radix-blätter“ ist ein wichtiger Teil dieser Geschichte. Sie erschien illegal im Verlag von Stephan Bickhardt und Ludwig Mehlhorn und war ein radikales Debattenforum progressiver und dissidenter politischer Kräfte. Zwischen 1986 und 1990 verknüpften wechselnde Herausgeber Kunst, Literatur und Politik und griffen unter den Bedingungen der SED-Diktatur sonst nicht diskutierte Themen kritisch auf. Aus dem Umfeld der „radix-blätter“ entstand im September 1989 die Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“.

Wir wollen gemeinsam mit ProtagonistInnen von damals und BeobachterInnen von heute die Rolle dieser wichtigen publizistischen Plattform für die Friedliche Revolution beleuchten und zugleich die Frage diskutieren, welche Bedeutung Rede-, Presse- und Kunstfreiheit für die Demokratieentwicklung und die offene Gesellschaft heute haben. 

Uhrzeit

 

18.30 Anmeldung
19.00

Begrüßung

Monika Lazar MdB
Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

19.05

 

Lesung aus „Fenster zur Freiheit: Die „radix-blätter“.

Stephan Bickhardt
Herausgeber „radix-blätter“ und Mitbegründer von “Demokratie Jetzt"

19.20

Diskussion

Stephan Bickhardt

Gisela Kallenbach MdEP a.D.
Bündnis 90/Die Grünen

Katrin Rohnstock
Autorin „Rohnstock-Biografien“

Moderation: Erhard Grundl MdB
Sprecher für Kulturpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

20.20 Publikumsdiskussion
21.00

Schlusswort

Monika Lazar MdB

U-Bhf. Kochstr. (U6) oder U-Bhf. Hallesches Tor (U1, U3)