13 Dez 2019

Fachgespräch Rechtsextremismus im Sport - Netzwerke, Professionalisierung und Gegenstrategien

Darum geht's

Der Fußball ist seit jeher auch für Rechtsextreme attraktiv. Seit Aufkommen der Ultras in den 1990er Jahren haben rechte Hooligans in vielen Stadien die Hegemonie in den Fankurven verloren. Ihre Netzwerke bestehen aber weiter. Zu den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018 hatten auch rechte Hooligans aufgerufen. Unter Fans der Nationalmannschaft kommt es öfters zu rassistischen Vorfällen, zuletzt beim Länderspiel im März 2019 in Wolfsburg.

Uns interessiert: Welche Strategien wirken gegen Rechtsextremismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Fußball? Welche Maßnahmen ergreift der DFB? Wie kann Politik sozialpädagogische Fanprojekte und anti-rassistische Faninitiativen effektiv unterstützen?

Wir beobachten mit Sorge, dass Hooligans und Neonazis ihre Gewalt im Kampfsport professionalisieren. V.a. Mixed Martial Arts (MMA) ist aufgrund der Ähnlichkeit zum „Straßenkampf“ attraktiv. Neonazis veranstalten eigene Kampfsportevents, wie den „Kampf der Nibelungen“. Aber die Extremkampfsportszene ist nicht per se rechtsextrem. MMA ist ein wachsender Sport, wird in privaten Gyms betrieben und ist in diversen Verbänden organisiert.

Wir fragen: Wie kann Prävention im Extremkampfsport gelingen? Sollte die Politik regulierend eingreifen? Welche Unterstützung braucht der MMA von Politik und Sportverbänden? Sollte MMA perspektivisch im DOSB organisiert sein?

Uhrzeit Programm
14.30

Anmeldung

15.00

Begrüßung

Claudia Roth MdB
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

15.05

Diskussion: „Aktuelle Strategien gegen Rechtsextremismus im Fußball“

Diskussionsteilnehmer*innen:

Korinna Dittrich
Fanbetreuung SG Dynamo Dresden

Michael Gabriel
Koordinationsstelle Fanprojekte

Daniela Wurbs
BBAG e.V. - KickIn!, Beratungsstelle Inklusion im Fußball

16.00 Pause
16.30

Input: „Hooliganismus und Kampfsport: Professionalisierung extrem rechter Gewalt“

Robert Claus
Kompetenzgruppe für Fankulturen & Sport bezogene Soziale Arbeit, KoFaS

16.40

Diskussion: "Extremkampfsport zwischen verbandlicher Entwicklung und rechtsextremer Gewalt"

Diskussionsteilnehmer*innen:

Robert Claus
Kompetenzgruppe für Fankulturen & Sport bezogene Soziale Arbeit, KoFaS

Clemens Werner
Präsident GEMMAF - German Mixed Martial Arts Federation e.V.

Christian Sachs
Deutscher Olympischer Sportbund

17.50

Ausblick und Verabschiedung

Monika Lazar MdB
Sprecherin für Sportpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

18.00 Get together
19.00

Ende der Veranstaltung 

Gesamtmoderation:

Ronny Blaschke
Journalist und Autor

Mit Beteiligung von:

Dr. Konstantin von Notz MdB
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Dr. Irene Mihalic MdB
Sprecherin für Innenpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Erhard Grundl MdB
Sprecher für Kulturpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Anreise

Mit dem Bus TXL oder Regional- bzw. S-Bahn bis Haltestelle „Hauptbahnhof“, mit der U-Bahn (U55) bis „Deutscher Bundestag“. Es gibt keine Parkplätze in der Umgebung des Deutschen Bundestages! Über den Eingang Paul-Löbe-Allee 2 - Südeingang gelangen Sie zum Veranstaltungsort.