19 Mär 2021

Online-Konferenz Städte neu denken

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Videoaufzeichnung der Konferenz vom 19. März 2021

Gebärden und Schriftmittlung


Wie schaffen wir bezahlbare Wohnungen und Läden, klimaneutrale Wärmeversorgung und die Bauwende? Wie bewältigen wir sommerliche Hitze und stärken das Stadtgrün, wie stärken wir das kulturelle Leben und die Belange der Kinder? Darüber haben sich Katrin Göring-Eckardt und Daniela Wagner mit vielen weiteren Gästen ausgetauscht und grüne Positionen diskutiert. Helle Søholt, Gründungspartnerin & Vorsitzende Gehl Architects, Grüne Oberbürgermeister*innen und zahlreiche Stadtgestalter*innen waren in 18 Workshops und vielfältigen Formaten dabei.

Die Präsdentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Dr. Jutta Allmendinger führte aus, dass nichts den Menschen wichtiger sei, als ein Wir-Gefühl und sozialer Zusammenhalt. Daher seien bezahlbare Mieten und Bodenpreise so zentral. Auch Lukas Siebenkotten, Präsident des Deutschen Mieterbundes, teilte diese Ansicht und sprach sich für klimaneutrale Städte aus. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, plädierte für ein höheres Wohngeld und ideologiefreie Baupolitik. Der stellvertretende Bürgermeister von Paris, David Belliard, zeigte, wie mehr Platz für Leben auf unseren Plätzen und Straßen möglich wird.

In einer Ausstellung präsentierten rund 40 Aussteller*innen innovative Projekte und Ansätze aller Konferenzthemen von der Rettung der Innenstädte über Klimaschutz bis hin zur Ernährungswende vor. Die Ausstellung bleibt für angemeldete Konferenzteilnehmer*innen noch für 14 Tage zugänglich.

In 18 Workshops wurde mit Abgeordneten, Expert*innen und Stadtgestalter*innen diskutiert. Die Ergebnisse:


1. Stadtbauwende starten – von Carbonbeton bis Holzbau

Mit knapp 150 Teilnehmern diskutierten Chris Kühn, Dr. Christine Lemaitre (DGNB) und Prof. Schellnhuber das Thema Bauwende. Dabei wurde deutlich: die Bauwende begrenzt sich nicht nur auf das wie wir und was wir bauen, sondern auch wie wir zusammenleben wollen. Prof. Schellnhuber forderte mehr Low statt High-Tech. Auch Bescheidenheit könne zu einem Mehr an Glück führen. Dr. Lemaitre verwies darauf, dass man besser aus Fehlern lernt, als aus Absichten für zukünftiges Bauen. Gleichzeitig sei Digitalisierung kein Hexenwerk und entscheidend für besseres Monitoring und eine bessere Nutzung von Gebäuden. Einig waren sich beide, dass die Klimaziele von Paris ohne eine Bauwende nicht zu schaffen sind, und dass Bauen zu wichtig für ein Anhängsel des Innenministeriums ist. Bauen und Baustoffen muss endlich die Aufmerksamkeit geschenkt werden, die sie verdienen – für Klima, Umwelt, Wohlbefinden und fürs Zusammenleben.


2. Lebendige Stadt – von Innenstädten, Ortskernen und neuem Leben in der Stadt

Wie neues Leben in Klein- und Mittelstädte einziehen kann diskutierten Prof. Dr.-Ing. Silke Weidner, BTU Cottbus Senftenberg, Frederik Fischer, Summer of Pioneers und Markus Tressel MdB zusammen mit etwa 200 Teilnehmer*innen. Fischer stellte den „Summer of Pioneers“ vor. Das Projekt hat zahlreiche Kreative in den kleinen Ort Wittenberge gelockt und zur Entstehung einer dauerhaften Community beigetragen. Weidner riet dazu, nicht nur auf Handel als Entwicklungstreiber von Ortskernen zu setzen, sondern zu multifunktionalen und multikontextuellen Innenstädten. Beide betonten die große Bedeutung von Digital- und Verkehrsinfrastruktur für die Entwicklungschancen einer Region. Vor allem aber sind attraktive Mitten nur als Gemeinschaftsaufgabe vielfältiger Akteure denkbar, für eine lebendige Stadt der Begegnung.


3. Grüne Stadt – von Stadtgrün und Schwammstädten

Stadtnatur ist für Menschen ohne Balkon oder Garten wichtig, erhöht die Biodiversität und kann Extremwetterereignisse abfedern. Die Gäste Dr. Carlo Becker, bgmr Landschaftsarchitekten, Barbara Ettinger-Brinckmann, Bundesarchitektenkammer, und Afra Heil, BUND sprachen sich daher für mehr Fördermittel aus. Teilnehmer*innen des Panels forderten, auch den Unterhalt des städtischen Grüns zu fördern. Neue Instrumente wurden kontrovers diskutiert. Alle sprachen sich für die Weiterentwicklung bestehender Instrumente aus. Zum Beispiel plädierten sie für die Stärkung integrierter Stadtentwicklungskonzepte oder die Erweiterung städtebaulicher Sanierungsgebiete zur Sicherung von Grün- und Freiräumen.


4. Unverkäufliche Stadt – Spekulation den Boden entziehen

Der Immobilienmarkt im urbanen Raum ist zu einem Finanzmarkt geworden. Die Spekulation mit Grund und Boden treibt den Preis des Wohnens in die Höhe während undurchsichtige Firmen- und Eigentumsstrukturen astronomische Renditen abseits der Reichweite des Fiskus ermöglichen. Lisa Paus diskutierte mit Christoph Trautvetter, Netzwerk Steuergerechtigkeit, Aygül Özkan, Zentraler Immobilienausschuss ZIA und den Teilnehmenden des Workshops über Ursachen und nötige Reformen. Im Zentrum des Austauschs stand die Frage, wie Transparenz und Nachhaltigkeit im Immobiliensektor gestärkt und ungezügelte Spekulation eingedämmt werden können. Dabei wurde über ein Immobilienregister, die überfällige Abschaffung der Share-Deal-Praxis und ein modernes Mietrecht gesprochen.


5. Digitale Stadt – von Smart Cities zu Smart Citizens

„Smart City“: Für manche ist sie ein Allheilsversprechen, für andere ist sie eine Dystopie. Der Workshop zur digitalen Stadtentwicklung hat ausgelotet, wie urbane Digitalisierung im Sinne einer Stadtgesellschaft gestaltet werden kann. Hierüber diskutierten Marion Jungbluth, Leiterin des Teams Mobilität und Reisen des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und Jochen Partsch, Oberbürgermeister von Darmstadt, unter Moderation von Dr. Konstantin von Notz MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, legte dar, wie er bei der Durchführung der Smart City-Strategie mit Partnern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ein urbanes Ökosystem mit greifbarem Nutzen für die Bürger*innen aufbaut. „Für uns ist es wichtig, dass alle Smart City-Projekte einen konkreten Nutzen in der analogen Wirklichkeit haben“, so Partsch. Marion Jungbluth betonte die Bedeutung von Bürgerbeteiligung in der Smart City und plädierte dafür, Bewohner*innen anzuregen, selbst gestaltend tätig zu werden. Sie wies zudem auf Risiken hin: Die Umsetzung von Smart City-Konzepten trage die Gefahr in sich, Menschen „gläsern“ zu machen und könne so einer weitreichenden Überwachung den Weg ebnen. Dieser Gefahr müsse man begegnen, damit Smart City-Konzepte auf Akzeptanz stoßen und einen echten Mehrwert entfalten könnten.


6. Produktive Stadt – Gewerbe (zurück) in die Stadt

Jahrelang hat man Wohnen und Arbeiten getrennt, entstanden sind lange Wege, eintönige Innenstädte. Doch wie Dr. Gärtner vom Institut für Arbeit und Technik von der Westfälischen Hochschule klarstellte, entstünden die größten Belastungen in Innenstädten durch Partylocations und den Straßenverkehr. Doch es beginnt ein Umdenken, Stadtentwicklung hat die nutzungsgemischte Stadt der kurzen Wege im Blick. Frau Wagner-Endres vom Deutschen Institut für Urbanistik betonte, Stadtentwicklung sei komplex. Stadtentwicklung und Klimaschutz müssten zusammen gedacht werden. Der Architekt Thomas Laubert vom Architekturstudio Mitte (Gera) wies nochmal auf einen weiteren Kernpunkt hin: „Immobilienbesitzer:innen müssen zum Mitmachen motiviert werden, denn die zentrale Schnittstelle für die Produktive Stadt ist der Eigentümer“. Kommunen und Gesetzgeber müssen dafür aktiv werden, z.B. bei der kommunalen Liegenschaftspolitik, bei der Novellierung des Gewerbemietrechtes. Für planungsrechtliche Veränderungen, die auf kommunaler Ebene stattfinden müssen und wo Konzepte vor Preis gehen sollten, brauchen die Kommunen Unterstützung und Austausch. “Eine Austausch-Plattform für planungsrechtliche Instrumente wäre gut“, waren sich Dr. Gärtner und Frau Wagner-Endres einig.


7. StudiStadt: Bezahlbare Bude – Fehlanzeige?

Eine bezahlbare Bude ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, so Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule der grünen Bundestagsfraktion. "Eine verlässliche Studienfinanzierung und bezahlbarer Wohnraum sind wesentlich dafür, ob junge Menschen aus einkommensarmen Elternhäusern ein Studium beginnen, oder es sein lassen." Zusätzliche Wohnheime können Wohnungsmärkte entlasten, betonte Achim Meyer auf der Heyde, Generalssekretär des Deutschen Studentenwerks. Er forderte ein 2 Mrd. Euro schweres Bund-Länder-Programm für 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze, ungefähr denselben Betrag sei zudem für die Sanierung bestehender Wohnheime anzusetzen. Kai Gehring warb für einen grünen 5-Punkte-Plan: Wohnheimbau, Nutzung von Bundesliegenschaften fürs studentische Wohnen, Quartiersentwicklung in Hochschulstädten auch unter Beteiligung der Studierenden, eine wirksame Mietpreisbremse und eine neue Wohngemeinnützigkeit, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.


8. Stadt für Kinder – Wege zur kinderfreundlichen Kommune

Immer mehr Städte machen sich auf den Weg kinderfreundliche Kommunen zu werden. Im Workshop wurde über die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention vor Ort gesprochen. Es wurden Wege gesucht, wie die kinderfreundliche Entwicklung unserer Städte noch besser vorangebracht werden kann, mit Ekin Deligöz MdB, Anja Siegesmund, der Ministerin für Umwelt, Energie und Umweltschutz des Freistaates Thüringen, Susanne Fuchs, Programmleiterin von Kinderfreundliche Kommune, und Benedikt Bisping, Bürgermeister a.D. aus Lauf.


9. Essbare Stadt – Die Ernährungswende beginnt in der Stadt

Urban Farming, Ernährungsräte, neue Wochenmärkte – gutes Essen ist nicht nur ein wichtiges Thema für die Menschen in der Stadt, sondern schafft auch Lebensqualität. Das machte Michael Scheer am Beispiel der Gemüsewerft Bremen deutlich: Dort wird in der Stadt Gemüse angebaut. Gleichzeitig ist so ein neuer, beliebter Aufenthaltsort entstanden. Philipp Stierand berichtete von dem Berliner Projekt „Kantine Zukunft“, das mit Köch*innen von Berliner Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Kantinen zusammenarbeitet und sie unterstützt, auf mehr Bio-Essen und regionale Lebensmittel umzustellen. Mittlerweile gebe es in vielen Städte Ernährungsprojekte, von denen häufig auch das Umland als regionaler Essenslieferant profitiert. Für die Politik sei es daher an der Zeit, die nötigen Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, betonte Renate Künast, ernährungspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Dazu gehören Flächen und Räume, aber auch Finanzierungsmodelle und eine aktive Stadtplanung, die Ernährung in der Stadt mit einbezieht.


10. SozialerStadtBoden – Flächen gemeinwohlorientiert entwickeln

In der Diskussion mit Daniela Brahm, Stadtbodenstiftung I.G., und Frauke Burgdorff, Bau-Dezernentin der Stadt Aachen, wurde deutlich, dass es nicht die eine Lösung gibt, um mehr Flächen einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik zu zuführen. Es braucht einen Instrumentenkasten, wie ein kommunales Vorkaufsrecht zur Bodenbevorratung, ein Vorkaufsrecht, das auch bei Share Deals greift, oder ein Innenentwicklungs-Maßnahmengebiet zur Anwendung von Baugeboten auf Flächen in ganzen Ortsteilen. Es wurde deutlich, wie wichtig Erbbaurechte und Bodenfonds als Bausteine für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik sind.


11. SozialeMietStadt – von Mietenlimits und Gewerbemietspiegeln

Immer mehr Mieter*innen sind am (Miet-) Limit. Auch viele Gewerbetreibende geraten aufgrund der Gewerbemieten an ihre wirtschaftlichen Grenzen. Canan Bayram MdB diskutierte mit Knut Unger vom MieterInnenverein Witten und der Gewerbetreibenden Ulla Blix, über ein Mietrecht, das besser vor Verdrängung schützt, über einen stärkeren Kündigungsschutz und Ansprüche für die Verlängerung befristeter Mietverträge für Gewerbemieter*innen.


12. Mit der Wärmewende zur Klimastadt

Städte neu denken heißt auch unsere Wärmeversorgung neu denken. Denn nur mit energiesparenden und mit erneuerbarer Energie beheizten Gebäuden leben und wohnen wir behaglich und klimagerecht. Für den energetischen Umbau der Städte wurden im Workshop verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. Sie reichten von der Sanierung bestehender Gebäude zu sparsam und intelligent beheiztem Wohn- und Arbeitsraum, kommunaler Wärmeplanung bis hin zu Nah- und Fernwärme, die Schritt für Schritt wegkommen von Kohle, Öl und Gas. Eine Stadt, die wie ein erweitertes Wohnzimmer wirkt, könne ebenfalls Energie sparen, entsprechend dem Suffizienz-Gedanken, wurde diskutiert. Viele der Maßnahmen und Instrumente für den klimafreundlichen Umbau der Gebäude finden sich in unserem Antrag.


13. Stadtkultur – von Clubs und innovativen Kulturorten

Drei von fünf Clubs in Leipzig sind von Verdrängung bedroht. In ganz Deutschland sieht das nicht anders aus. Wir wollen Clubs und andere innovative Kulturorte in unseren Städten erhalten und vor Verdrängung schützen, sagte Erhard Grund, Sprecher für Kulturpolitik. Denn die Nacht gehört zum Leben in unseren Städten – mit all ihren Facetten, wie Katrin Habenschaden, Zweite Bürgermeisterin in München es auf den Punkt brachte. Steffen Kache, Clubbesitzer und Leiter der Leipziger Club- und Kulturstiftung, dass die Anerkennung von Clubs als Kulturorte und ein Kulturraumschutzgesetz, die zentralen Forderungen sind. Das unterstützte Erhard Grundl und schloss ab: Wenn wir den kulturellen Wert von Clubs nicht anerkennen, veröden unsere Städte. Das müssen wir verhindern.


­14. Mobile Stadt – sicher und nachhaltig unterwegs

Wie sich unsere Städte hin zu einer menschenfreundlichen und sicheren Mobilität für alle verändern müssen, wurde im Workshop des verkehrspolitischen Sprechers Stefan Gelbhaar diskutiert. In der Stadt der Zukunft können alle ihre Ziele bequem, sicher und barrierefrei zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus, Bahn oder geteiltem Autos erreichen. Doch viele Städte sind von dieser Vision noch weit entfernt. Jahrelang wurde nur aus Auto-Perspektive geplant, so dass vielerorts der Autoverkehr große Teile des Raums einnimmt. Rad- und Fußverkehr, aber auch Spiel- und Aufenthaltsflächen wurden in der Vergangenheit immer weiter an die Ränder gedrängt. Deshalb, betonte die Mobilitätsexpertin Carolin Kruse, Geschäftsführerin des AEM Institute, muss umgedacht werden. Menschen müssen im Mittelpunkt stehen. Fehlgeleitete Anreize zum Auto müssen abgeschafft werden. Kurzfristig, so betonte Katja Dörner, Oberbürgermeisterin von Bonn, braucht es Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Außerdem muss der Bundesverkehrswegeplan auf den Prüfstand. Denn am Ende, so Carolin Kruse, wollen alle dasselbe: Mehr Platz, weniger Lärm und bessere Luft.


15. StattWohnungslosigkeit – Housing First

Die Referent*innen und Teilnehmer*innen des Workshops waren sich einig. Housing First funktioniert, heute schon und auch in der Stadt von morgen – und zwar in der Breite und nicht nur als Modellprojekt. Damit dieser sozialpolitisch vielversprechende Ansatz funktioniert braucht es aber mehr. Den Ausbau der Straßensozialarbeit, mehr finanzielle Mittel, mehr Wohnungsbau, und Wohnungsleerstand muss aktiv beseitigt werden. Neben einer dauerhaften Quotierung im bestehenden Wohnungsmarkt sowie bei Neubau braucht es eine nationale Strategie zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit unter Federführung des Bundes – ähnlich wie in Finnland. Perspektivisch braucht es sogar eine europäische Strategie zur Bekämpfung der Straßenobdachlosigkeit. Die Bekämpfung von Obdachlosigkeit muss in den Fokus der Politik.


16. Barrierefreie Stadt für alle

Wir wollen, dass alle Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu allen Lebensbereichen haben und selbstbestimmt Leben können. Notwendig dafür sind inklusive Quartiere, in denen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Straßenbahn, Geschäfte, Kultur- und Begegnungsstätten oder die Kneipe nebenan barrierefrei erreichbar sind. Vorschläge aus der Praxis lieferte uns dabei Benjamin Lachat (Städtetag Baden-Württemberg – Projekt Inklusive Quartiersentwicklung), die von Dr. Markus Rebstock (Bundesfachstelle Barrierefreiheit) ergänzt wurden. Schon jetzt ist der Mangel an barrierefreiem Wohnraum enorm, und er wird in Zukunft noch größer. Neubauten allein werden den Bedarf nicht decken können. Deshalb muss die Bundesregierung die barrierefreie Umgestaltung bestehender Wohnungen stärker fördern. Zudem brauchen wir mehr und verpflichtende Vorgaben zur Herstellung von Barrierefreiheit, auch für die Privatwirtschaft.


17. Stadt Finanzen – Die Stadt und das liebe Geld

Es braucht eine bedarfsgerechte Finanzausstattung von Städten – so das Ergebnis des von Stefan Schmidt, Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion für Kommunalfinanzen, moderierten Workshops. Die Förderlandschaft muss entschlackt und zugänglicher gemacht werden. Auch Altschuldenberge müssen der Vergangenheit angehören. Nur so können Städte ihre Angebote an Bürger*innen vorhalten. Die Corona-Pandemie stellt die StadtFinanzen vor nie dagewesene Herausforderungen, waren sich die Finanzexpertinnen Prof. Gisela Färber und Prof. Dörte Diemert, Kämmerin von Köln, einig. „2020 sind wir mit einem blauen Auge davongekommen, doch das dicke Ende droht noch.“ resümierte die Kämmerin. Folglich dürfen wir die Städte jetzt nicht sich selbst überlassen: Es braucht einen neuen Ausgleich ihrer Corona-bedingten Steuerausfälle durch Bund und Länder.


18. Nachhaltige Stadt – Klimaziele einlösen, Fachkräfte gewinnen

Kommunen sind echte Gamechanger für den Klimaschutz, so die Eingangsthese von Gerhard Zickenheiner. Was brauchen Kommunen aber dafür? Detlef Raphael (Deutscher Städtetag) fordert eine bessere finanzielle Ausstattung, kooperativere Strukturen, und auch eine wesentlich langfristiger ausgestaltete Förderlandschaft, damit Unternehmen überhaupt größer werden können. Und das ist dringend: Michel Durieux (ZDH) mahnte an, dass der Fachkräftemangel heute schon akut ist. Das verschärft sich noch, wenn mehr aktiver Klimaschutz betrieben wird.

Uhrzeit Programmpunkt
12.00

Öffnung der Konferenz-Plattform: Möglichkeit für Fragen und den Besuch des Ausstellungsbereichs

13.00

Begrüßung und politische Einführung

  • Katrin Göring-Eckardt MdB
    Fraktionsvorsitzende
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
  • Daniela Wagner MdB
    Sprecherin für Stadtentwicklung
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
13.10

Keynote

Beispiel Paris: Von der Vision zur Praxis

  • David Belliard
    Stellvertretender Bürgermeister von Paris      
 
13.20

Podiumsdiskussion

„Städte neu denken – Zusammen Zukunft gestalten“

       Podium:

  • Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger
    Präsidentin Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • Helle Søholt
    Gründungspartnerin & Vorsitzende Gehl Architects
  • Katrin Göring-Eckardt MdB

       Schlaglicht:

  • Lukas Siebenkotten
    Präsident Deutscher Mieterbund e. V.
  • Dr. Andreas Mattner
    Präsident Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) e. V.
 
  • Moderation: Daniela Wagner MdB

Mit Gebärden- und Schriftdolmetschung

14.00

Parallele digitale Workshops – Phase 1 (siehe unten)

15.15

Pause

  • Möglichkeit zum Austausch im virtuellen Cafébereich.
  • Ausstellung "Städte neu denken - bereits heute Zukunft bauen": Projekte stellen sich vor. Kommen Sie mit den Aussteller*innen per Chat ins Gespräch!
 
16.15

Parallele digitale Workshops – Phase 2 (siehe unten)

17.30

Schlusswort und Verabschiedung

  • Daniela Wagner MdB
 
17.40 Ende

Workshops

Nummer Workshop-Runde 1
1

StadtBauwende starten – von Carbonbeton bis Holzbau
Der Bausektor gehört zu den Wirtschaftszweigen mit dem höchsten Ressourcenverbrauch. Wie können wir mit nachhaltigen Baustoffen und Bauweisen umsteuern? Wie Anreize setzen für ökologische Innovation und Wiederverwendung der Materialien? Wir wollen diskutieren, wie wir ein Umfeld für Baustoffe und Bauweisen schaffen können, die ökologisch, gesund und innovativ sind.Wie können wir mit nachhaltigen Baustoffen und Bauweisen umsteuern? Wie Anreize setzen für ökologische Innovation und Wiederverwendung der Materialien? Wir wollen diskutieren, wie wir ein Umfeld für Baustoffe und Bauweisen schaffen können, die ökologisch, gesund und innovativ sind.

  • Dr. Christine Lemaitre
    Geschäftsführender Vorstand Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber
    Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK) e. V.
  • Chris Kühn MdB
    Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
2

LebendigeStadt - von Innenstädten, Ortskernen und neuem Leben in der Stadt
Wie beleben wir Ortskerne und Städte? Die Coronapandemie führt uns die Krise der Innenstädte überdeutlich vor Augen. Wie gestalten wir attraktive Innenstädte als Knotenpunkt für Nahversorgung, als Orte des Austausches oder für kulturelle Veranstaltungen, in Verbindung mit Wohnprojekten, als Kristallisationspunkt für Innovationen und als Chance für die regionale Wirtschaft und neues Arbeiten? Wie können sich dabei auch Klein- und Mittelstädte positionieren, die Zuzug fördern möchten?

  • Prof. Dr.-Ing. Silke Weidner
    Fachgebietsleitung Stadtmanagement an der BTU Cottbus Senftenberg
  • Frederik Fischer
    Summer of Pioneers
  • Markus Tressel MdB
    Sprecher für Ländliche Räume und Regionalpolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
3

GrüneStadt - von Stadtgrün und Schwammstädten (mit Schrift- und Gebärdendolmetschung)
Stadtnatur und Stadtgrün sind wichtig für die Naherholung, gerade für Menschen ohne Balkon oder Garten. Gleichzeitig kann Stadtnatur Extremwetterereignisse abfedern. Bei Starkregen wirkt sie wie ein Schwamm für die Wassermassen und bei Hitze wie natürliche Klimaanlagen. Wie gestalten wir die Anpassung der Städte an den Klimawandel? Wie stärken wir die Grün-blaue Infrastruktur und schaffen dabei Raum für Mensch und Natur, für Bienen und Wildvögel?

  • Dr. Carlo W. Becker
    Geschäftsführer bgmr Landschaftsarchitekten GmbH
  • Barbara Ettinger-Brinckmann
    Präsidentin Bundesarchitektenkammer
  • Afra Heil (Schlaglicht)
    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
  • Daniela Wagner MdB
    Sprecherin für Stadtentwicklung
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
4

UnverKäuflicheStadt - Spekulation den Boden entziehen
In den Städten sind Ressourcen dramatisch knapp: Grund und Boden sind begrenzt und die Nachfrage hoch. Internationale Investmentgesellschaften haben die Ressource der Bodenpreissteigerung als Anlage für sich entdeckt. Sie degradieren Grundstücke zum Spekulationsobjekt. Wir wollen zusammen überlegen, wie die Städte gegen den Ausverkauf ihrer Lebensgrundlagen vorgehen und den Grundstücksverkehr nachhaltig und sozial ausgestalten können.

  • Christoph Trautvetter
    Netzwerk Steuergerechtigkeit
  • Aygül Özkan
    Geschäftsführung Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA)
  • Lisa Paus MdB
    Sprecherin für Finanzpolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
 
5

DigitaleStadt - Von Smart Cities zu Smart Citizens
Wie gestalten wir die urbane Digitalisierung im Sinne der demokratischen Stadtgesellschaft?

  • Jochen Partsch
    Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Marion Jungbluth
    Leiterin des Teams Mobilität und Reisen, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
  • Dr. Konstantin von Notz MdB
    Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
6

ProduktiveStadt - Gewerbe (zurück) in die Stadt
Wie können wir die Produktion wieder in die Stadt holen und Wohnen und Arbeiten wieder mehr zu einander bringen? Wie müssen wir planen und bauen, um die gemischte Stadt der kurzen Wege Wirklichkeit werden zu lassen?

  • Dr. Stefan Gärtner
    Institut für Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule
  • Sandra Wagner-Endres
    Deutsches Institut für Urbanistik
  • Thomas Laubert (Schlaglicht)
    Architekturstudio Mitte, Gera
  • Claudia Müller MdB
    Mittelstandsbeauftragte
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
7

StudiStadt: Bezahlbare Bude – Fehlanzeige?
Immer mehr Menschen haben Probleme eine bezahlbare Wohnung zu bekommen, auch für Studierende wird es immer schwieriger. Plätze in Wohnheimen sind Mangelware und Zimmer in Wohngemeinschaften werden immer teurer. Wie können wir das Wohnungsangebot für Studierende verbessern?

  • Achim Meyer auf der Heyde
    Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks
  • Kai Gehring MdB
    Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
8

StadtfürKinder - Wege zur kinderfreundlichen Kommune
Immer mehr Städte machen sich auf den Weg kinderfreundliche Kommunen zu werden. Aber wie sieht es mit der Umsetzung UN-Kinderrechtskonvention vor Ort aus und wie kann die kinderfreundliche Entwicklung unserer Städte noch besser vorangebracht werden?

  • Susanne Fuchs
    Programmleiterin von Kinderfreundliche Kommune
  • Anja Siegesmund
    Ministerin für Umwelt, Energie und Umweltschutz des Freistaates Thüringen
  • Benedikt Bisping
    Bürgermeister a.D. Kreisstadt Lauf a.d. Pegnitz, Landkreis Nürnberger Land
  • Ekin Deligöz MdB
    Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
9

EssbareStadt - Die Ernährungswende beginnt in der Stadt
Urban Farming und Ernährungsräte erobern vielerorts die Städte. Wie holen wir die Lebensmittelproduktion in die Stadt und stärken vor Ort eine gute Ernährung für alle? Wie bringen wir die gute nachhaltige Ernährung vom Land in die Stadt? Wie machen wir das Thema Ernährung zu einem wichtigen Teil der Stadtentwicklung?

  • Michael Scheer
    Gründer und Geschäftsführer der Gemüsewerft Bremen
  • Dr. Philipp Stierand
    Geschäftsführer der Speiseräume Forschungs- und Beratungsgesellschaft
  • Renate Künast MdB
    Sprecherin für Ernährungspolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 

Nummer Workshop-Runde 2
10

SozialerStadtBoden - Flächen gemeinwohlorientiert entwickeln
Wie bekommen wir wieder mehr Kontrolle über das nicht vermehrbare Gut Boden? Wie können wir vorhandene Flächenpotenziale heben statt mit Flächenfraß Natur zu zerstören? Wie können wir die Kommunen darin stärken, mehr Flächen einer gemeinwohlorientierten Bebauung zuführen? Welche Rolle kann dabei ein Bundesbodenfonds spielen?

  • Daniela Brahm
    ExRotaprint gGmbH und Stadtbodenstiftung I.G.
  • Frauke Burgdorff
    Dezernentin für Planung, Bau und Mobilität der Stadt Aachen
  • Daniela Wagner MdB
    Sprecherin für Stadtentwicklung
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
11

SozialeMietStadt - von Mietenlimits und Gewerbemietspiegeln
Immer mehr  Mieter*innen sind am (Miet-) Limit. Auch viele Gewerbetreibende geraten aufgrund der Gewerbemieten an ihre wirtschaftlichen Grenzen. Wie schaffen wir ein Mietrecht, das besser vor Verdrängung schützt? Wie stärken wir den Kündigungsschutz und schaffen Ansprüche für die Verlängerung befristeter Mietverträge für Gewerbemieter*innen?

  • Knut Unger
    MieterInnenverein Witten (Ruhrgebiet)
  • Ulla Blix
    (Gewerbetreibende und OraNostra)

  • Canan Bayram MdB
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

 
12

Mit der Wärmewende zur KlimaStadt
Rund ein Drittel des gesamten klimaschädlichen CO2 in Deutschland entsteht beim Betrieb von Gebäuden – vor allem beim Heizen, Kühlen und bei der Warmwasserbereitung. Wir brauchen eine kommunale Wärmewende – hin zu 100 Prozent Erneuerbaren auch in der Wärmeversorgung. Wie können wir den Umbau zu klimaneutralen Gebäuden und Quartieren vorantreiben und sozial verträglich gestalten?

  • Dr. Burkhard Schulze Darup
    Architekt
  • Isabell Braunger
    Technische Universität Berlin
    Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik
  • Dr. Julia Verlinden MdB
    Sprecherin für Energiepolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
13

StadtKultur - von Clubs und innovativen Kulturorten
Wie erhalten und fördern wir innovative Kulturorte der Club-, Sub- und Soziokultur? Wie stärken wir diese als Zufluchtsorte und Schutzräume  einer  diversen Stadtgemeinschaft? Und wie vereinen wir die vielen berechtigten Interessen der Stadtbewohner, für ein respektvolles Miteinander und gegen Verdrängung?

  • Steffen Kache
    Leipziger Club- und Kulturstiftung, Projekt Gleisdreieck Leipzig,
    Geschäftsführer Club Distillery Leipzig, Vorstand LiveMusikKommission e.V.
  • Katrin Habenschaden
    2. Oberbürgermeisterin der Stadt München
  • Erhard Grundl MdB
    Sprecher für Kulturpolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
14

MobileStadt - sicher und nachhaltig unterwegs
Die städtische Mobilität der Zukunft ist menschenfreundlich. Sie schont Umwelt und Klima und fördert die Gesundheit: Zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus, Bahn oder geteilten Autos können alle Menschen ihre Ziele bequem und sicher erreichen. Viele Städte sind von dieser Vision jedoch noch weit entfernt. Wie müssen wir unsere Städte verändern, um dieses Ziel zu erreichen? Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen braucht es dafür und was ist heute schon realisierbar? Welche guten Beispiele gibt es in unseren Städten?

  • Carolin Kruse
    Geschäftsführerin und Mobilitätsberaterin AEM Accessible Equitable Mobility GmbH
  • Katja Dörner
    Oberbürgermeisterin von Bonn
  • Stefan Gelbhaar MdB
    Sprecher für Verkehrspolitik und Radverkehr
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
15

StattWohnungslosigkeit -  Housing First
Wohnungs- und Obdachlosigkeit hat viele Ursachen. Aber wie kann es gelingen Menschen sinn- und wirkungsvoll den Weg zurück in die eigenen vier Wände zu ebnen? Ist Housing First die geeignete Ergänzung zum bestehenden Hilfesystem? Welche Finanzierungsmodelle sind denkbar und gibt es überhaupt genug Raum in den städtischen Wohnungsmärkten? Wie kann Housing First in die Breite kommen und über den Status eines Modellprojektes hinauswachsen?

  • Julia von Lindern
    Sozialarbeiterin
    fiftyfifty/Asphalt e.V. | Modellprojekt Housing-First Fonds NRW
  • Sebastian Böwe
    Wohnungsscout
    Neue Chance Berlin e.V. | Modellprojekt Housing First Berlin
  • Wolfgang Strengmann-Kuhn MdB
    Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und europäische Sozialpolitik
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
16

BarrierefreieStadt für alle (mit Schrift- und Gebärdendolmetschung)
Wie schaffen wir ein barrierefreies Lebensumfeld, in dem sich alle selbstbestimmt bewegen können? Welche Potenziale bieten barrierefreie Quartiere für alle und wie kann mehr barrierefreier Wohnraum geschaffen werden?

  • Dr. Markus Rebstock
    Referent für Bauen, Öffentlicher Raum und Mobilität
    Bundesfachstelle Barrierefreiheit
  • Benjamin Lachat
    Städtetag Baden-Württemberg  – Projekt Inklusive Quartiersentwicklung & Dezernent für Familie und Soziales
  • Corinna Rüffer MdB
    Sprecherin für Behindertenpolitik und Bürgerangelegenheiten
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
17

StadtFinanzen - Die Stadt und das liebe Geld
Mit welchen finanziellen Herausforderungen sind insbesondere städtische Akteurinnen und Akteure konfrontiert? Wie müssen Städte auch im Hinblick auf die aktuelle Pandemie finanziell ausgestattet sein, damit sie den ihren Zukunftsaufgaben gewachsen sind? Wie können Bund und Länder die Städte besser unterstützen?

  • Prof. Dr. Dörte Diemert
    Kämmerin der Stadt Köln
  • Prof. Gisela Färber
    Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
  • Stefan Schmidt MdB
    Sprecher für Kommunalfinanzen
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
18

NachhaltigeStadt – Klimaziele einlösen, Fachkräfte gewinnen
Alle Kommunen befinden sich in einer Klimanotlage. Aber wie kommen wir wieder raus? Der Gebäudesektor hinkt den Klimazielen hinterher. Was braucht es, sie zu erreichen? Wir wissen, in den Planungsämtern und Betrieben fehlen Facharbeiter*innen und Ingenieure. Und die Kommunen brauchen viel mehr Geld, um massiv gegenzusteuern. Was braucht es noch? Wir wollen eine Klimaschutzstrategie entwickeln, die Kommunen und Bau- und Handwerksbetriebe hilft, Fachpersonal zu gewinnen und Ressourcen für Klimaschutz zu mobilisieren.

  • Detlef Raphael
    Leiter des Dezernats Umwelt und Wirtschaft,  Brand- und Katastrophenschutz
    Deutscher Städtetag
  • Michel Durieux
    Projektleitung Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE)
    Zentralverband des Deutschen Handwerks
  • Gerhard Zickenheiner MdB
    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion