Aufzeichnung aus dem Bundestag Sieg der Erinnerung - Gedenken an die Nacht der Befreiung

Uhrzeit Programm
20.00

Beginn

mit einem musikalischen Beitrag Etta Scollo (Musikerin)

20.15

Bedeutung von Erinnerung

Claudia Roth MdB
Sprecherin für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Dr. Jörg Skriebeleit
Leiter
KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Uwe Neumärker
Direktor
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Mit Stimmen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

20.40

Der 8. Mai und seine Bedeutung

Manuel Sarrazin MdB
Sprecher für Osteuropapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Dr. David G. Marwell
Präsident
Leo Baeck Institut New York

Sylvain Waserman
Vizepräsident
Nationalversammlung Frankreich

Krzysztof Ruchniewicz
Professor
Universität Wrocław#

Mit Videocollagen und literarischen und musikalischen Beiträgen u. a. von Wladimir Kaminer (Autor) und Yuriy Gurzhy (Musiker)

21.10

Erinnern in die Zukunft

Erhard Grundl MdB
Sprecher für Kulturpolitik,
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Shermin Langhoff
Intendantin
Maxim Gorki Theater

Jürgen Kaumkötter
Direktor
Zentrum der verfolgten Künste Solingen

Mit künstlerischen Beiträgen von Alice Dwyer (Schauspielerin), Hans Jochen Wagner (Schauspieler) und Carol Schuler (Schauspielerin)

21.35

Aufarbeitung und Demokratiegeschichte

Dr. Konstantin von Notz MdB
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Claudia Roth

Maximilian Steinbeis
Verfassungsblog

Mit künstlerischen Beiträgen von Oliver Reese (Intendant Berliner Ensemble) und Sandro Roy (Musiker)

Das Erinnern an 75 Jahre Kriegsende ist auch das Erinnern an 75 Jahre Ende von nationalsozialistischem Unrecht und Menschheitsverbrechen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte es rund um den 8. Mai 2020 leider nicht in geplanter Form leider stattfinden.

Erinnern für das Versprechen des "Nie Wieder"

In einer Zeit aber, da manche wieder einen Schlussstrich ziehen wollen, wo es niemals einen geben darf, sind wir gefragt, uns immer und immer wieder den Zusammenhang zwischen aktivem Erinnern und einem Heute der Menschlichkeit zu vergegenwärtigen. Nicht der alleinigen Rückschau wegen, sondern als ein Erinnern in die Zukunft. Für die Überlebenden, die Lebenden und die kommenden Genrerationen, damit wir unser aller Verantwortung für das Versprechen des „Nie Wieder“ nachkommen.

Wir haben daher in einem besonderen, digitalen Format unter dem Titel "Sieg der Erinnerung - Gedenken an die Nacht der Befreiung" den 75 Jahren Kriegsende gedacht.
Dabei richteten wir den Blick zurück, ließen ZeitzeugInnen zu Wort kommen und sprachen mit unseren Gästen über die Bedeutung von Erinnerung und Gedenken an die Befreiung. Und wir haben den Blick nach vorn gerichtet mit der Frage, wie Erinnerung auch künftig ohne die direkte Begegnung mit ZeitzeugInnen wachgehalten werden kann und was das alles mit unserer starken, wehrhaften Demokratie zu tun hat.

Jörg Skriebeleit (Gedenkstätte Flossenbürg) und Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal für die Ermordeten Juden) sprachen mit Claudia Roth (MdB und Vizepräsidentin des Deustchen Bundestages) über die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Erinnerns.

Manuel Sarrazin (MdB) hat mit Sylvain Waserman (Vizepräsident Nationalversammlung, Frankreich), Krzysztof Ruchniewicz (Universität Wrocław) und Dr. David G. Marwell (Leo Baeck Institut) über die Bedeutung des Tags der Befreiung diskutiert.

Erhard Grundl (MdB) beleuchtete mit Shermin Langhoff (Gorki Theater) und Jürgen Kaumkötter (Zentrum der verfolgten Künste Solingen) die Frage, was Kunst und Kultur zur Erinnerung beitragen können und Konstantin von Notz (MdB) blickte mit Maximilian Steinbeis (Verfassungsblog) auf die Aufarbeitung von Geschichte in seiner Bedeutung für unsere Demokratiegeschichte.

Umrahmt wurden die Gespräche von Stimmen von ZeitzeugInnen und künstlerischen Beiträgen. Wir danken allen, die diesen besonderen Abend ermöglicht haben, insbesondere

Alice Dwyer (Schauspielerin)

Wladimir Kaminer (Autor)

Yuriy Gurzhy (Musiker)

Etta Scollo (Musikerin)

Henning May (Sänger)

Sandro Roy (Musiker)

Carol Schuler (Schauspielerin) und

Hans-Jochen Wagner (Schauspieler)