Fachgespräch: Tiergerechtere Haltung Außenklimaställe in der Genehmigungsfalle

Links Schweine mit Ringelschwanz in artgerechter Haltung. Rechts kupierte Schwänze im konventionellen Mastbetrieb.
Mit Stroh, Auslauf, Frischluft, genug Platz bleiben die Tiere gesünder. Viele Landwirte, die ihre Ställe tiergerecht umbauen und ihren Tieren damit Auslauf ermöglichen wollen, erhalten derzeit keine Genehmigung. Zwangsbelüftete Tierhaltungsanlagen werden hingegen meistens genehmigt. In einem Fachgespräch diskutierte die grüne Bundestagsfraktion mit ExpertInnen erste Lösungsansätze.

Viele Landwirte, die ihre Ställe tiergerecht umbauen und ihren Tieren damit Auslauf ermöglichen wollen, erhalten derzeit keine Genehmigung. Zwangsbelüftete Tierhaltungsanlagen werden hingegen meistens genehmigt. Das Ziel des Fachgespräches war, erste Lösungsansätze für die Überwindung der bau- und immissionsschutzrechtlichen Probleme auf dem Weg zu tiergerechten Ställen zu finden.

Tierwohl steht an erster Stelle

Bärbel Höhn, Vorsitzende des Umweltausschusses, betonte in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit, die Tierwohlversprechen der Bundesregierung endlich einzulösen, anstatt den Umbau der Tierhaltung weiter aufzuhalten. Auf Vollspaltenböden könne keine tierschutzgerechte Haltung stattfinden, wie die jüngsten Aufnahmen aus Ställen hoher Bauernverbandsfunktionäre einmal mehr gezeigt hätten. In komplett verschlossenen Ställen würden zudem Ammoniakwerte erreicht, die ein verträgliches Maß überschreiten würden.

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