Internationale Agrarpolitik Hunger auf Veränderung

Seite 4: Wie geht fairer Handel von Hühnchen, Milch und mehr?

Im Panel „Statt TTIP und EPAs: Wie geht fairer Handel von Hühnchen, Milch und Co.?“ entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den beiden ReferentInnen, Dr. Christian Häberli vom World Trade Institute und Karin Ulmer von der ACT Alliance. Fairen Handel könne es nur geben, wenn unfaire, bilaterale Abkommen zurückgefahren würden und stattdessen fortschrittliche, international gültige Standards erarbeitet und durchgesetzt würden. Die Industrienationen müssten sich dabei zurück nehmen und die Belange des globalen Südens ernst nehmen. Investitionsschutzklauseln, wie es sie bei zahlreichen bilateralen Abkommen gäbe, auch bei CETA, seien dabei der falsche Weg. Viel wichtiger sei es, externe Kosten in der Produktion, wie Kosten zur Beseitigung von Umweltschäden miteinzubeziehen, da nur so ein fairer, nachhaltiger Handel zustande kommen könne. In Frage gestellt wurden auch die EU-Agrarsubventionen, da diese keinen Beitrag zu nachhaltiger Landwirtschaft leisten würden und Erzeuger in afrikanischen Staaten aus dem Wettbewerb drängen würden.

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