Internationale Agrarpolitik Hunger auf Veränderung

Seite 5: EU-Afrika-Partnerschaft statt Ausbeutung

Die Außen- und Menschenrechtspolitische Sprecherin der Grünen im Europaparlament, Barbara Lochbihler moderierte die Diskussion des Panels „EU-Afrika–Partnerschaft statt Ausbeutung: Mit Agrarpolitik Fluchtursachen bekämpfen und nicht schaffen“. Prof. Dr. Jann Lay vom GIGA-Institut für Afrikastudien betonte die vielschichtigen Ursachen von Flucht und Migration und warnte vor pauschalen Schuldzuschreibungen an die EU. In vielen Ländern Afrikas fehlten die Kapazitäten, Investitionen und Standards für eine nachhaltige Agrarproduktion, zudem ginge es auch um gute Regierungsführung. In der Diskussion hob Tobias Reichert von Germanwatch die negativen Folgen der EU-Handelspolitik im Agrarbereich hervor, insbesondere die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, die zur Zerstörung von Lebensperspektiven afrikanischer Bäuerinnen und Bauern beitrügen. Barbara Lochbihler fasste zusammen, dass die EU-Agrarpolitik sicherlich nicht der alleinige Faktor für Flucht und Vertreibung vom Land sei. Dennoch müsse die EU ihr Möglichstes tun, um den Menschen auf dem Land Perspektiven zu bieten. Dazu müssten Agrar- und Entwicklungspolitik kohärenter zusammenarbeiten.

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