Sicher und klimaverträglich Der grüne Energiemix 2020

Wir Grüne haben in unserem Konzept Energie 2.0 aufgezeigt, dass nicht Kohle- und Atomkraft künftig für eine sichere Stromversorgung sorgen, sondern nur die drei "großen E": Effizienz, Einsparung und erneuerbare Energien.

Mit einer Klimaschutzstrategie ohne Wenn und Aber ist Atomkraft ebenso verzichtbar wie der Neubau von Kohlekraftwerken. Mit den grünen Maßnahmen könnte der Stromverbrauch in Deutschland bis 2020 um 16% gesenkt werden.

Der Strombedarf würde dann im Jahr 2020 aus 40% erneuerbaren Energien, 30% hocheffizient erzeugten KWK-Strom und nur noch 30% konventionelle Kraftwerken gedeckt werden. Damit würden die Klimaschutzziele erreicht und zugleich Versorgungssicherheit, wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die wichtigsten Maßnahmen im Strombereich:

  • Effizienzpaket: Dynamisierung der Effizienzstandards und der Kennzeichnung, Einführung eines Stromsparfonds,
  • mehr erneuerbare Energien durch Optimierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), ein Biogaseinspeisegesetz und ein Marktanreizprogramm für den Stromsektor,
  • anstelle bisheriger Stromimporte aus fossilen und atomaren Quellen: Importkonzept für erneuerbare Energien als Kooperationsangebot für Drittländer auf Grundlage klarer Nachhaltigkeitskriterien.

Durch Einsparung und verbesserte Energieeffizienz werden mind. 45 Mio. t CO2 eingespart, durch erneuerbare Energien mind. 70 Mio. t CO2. Dieses Ziel ist ohne Stromimport erreichbar.

Die wichtigsten Maßnahmen im Wärmebereich:

  • Gebäudesanierungspaket: deutliche Verschärfung und Kontrolle der Energieeinsparverordnung (EnEV), Verbesserung des KfW-Gebäudesanierungsprogramms,
  • Verbesserung der Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK),
  • Einbeziehung des Gebäudebestands in das Erneuerbare-Wärme-Gesetz.

Durch Energieeinsparung werden im Wärmebereich mindestens 30 Mio. t CO2 eingespart, durch erneuerbare Energien und KWK mindestens 85 Mio. t CO2.

Die wichtigsten Maßnahmen im Verkehrsbereich:

  • Verkehrsvermeidung und –verlagerung: Förderung von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr sowie nachhaltigen Logistikkonzepten im gewerblichen Bereich,
  • Effizienzsteigerung: CO2-Grenzwerte von 120g/km ab 2012, Umwandlung der KfZSteuer in eine CO2-Steuer, Ausweitung der LKW-Maut, Tempolimit,
  • Vorfahrt für klimaneutrale Antriebe: eine Million Elektrofahrzeuge (inkl. Plug-In-Hybride); nachhaltigkeitsgeprüfte Biotreibstoffe, Wettbewerbsvorteile für klimaschädlichen Verkehr abschaffen.

Durch Verkehrsvermeidung und -verlagerung sowie Effizienzsteigerung werden im Verkehrsbereich mindestens 35 Mio. t CO2 eingespart und durch den Einsatz erneuerbarer Energien mindestens 15 Mio. t CO2.

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