AKW Grafenrheinfeld Stromkonzerne beschleunigen den Atomausstieg

Atomkraftwerk Grafenrheinfeld in der Nähe von Schweinfurt (Bayern, Unterfranken)

E.ON hat am 28. März 2014 verkündet, dass der Konzern das AKW Grafenrheinfeld in Bayern Ende Mai 2015 und damit sieben Monate vor dem gesetzlich vorgesehenen Laufzeitende vom Netz nehmen will. Begründet wird das mit der mangelnden Wirtschaftlichkeit der Anlage. Schuld sei die Kernbrennstoffsteuer.

Gut für die Menschen in Bayern!

Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag begrüßen, dass mit Grafenrheinfeld ein weiteres Atomkraftwerk frühzeitig abgeschaltet wird und sich damit die atomaren Gefahren verringern.

Wir fühlen uns darin bestätigt, dass Atomkraft auch im Normalbetrieb nur scheinbar billig Strom produziert. Sobald ihr die Subventionen und Sonderrechte entzogen werden und die wirklichen Kosten auch nur ansatzweise angerechnet werden, wie mit der Brennstoffsteuer geschehen, ist sie nicht mehr konkurrenzfähig. Ganz zu schweigen von den Milliardenkosten der atomaren Hinterlassenschaften.

Eine Beschleunigung des Atomausstiegs verringert das Risiko in Deutschland. Instrumente, die den Atommausstieg beschleunigen, dienen also unser aller Sicherheit. Die Brennelementesteuer ist ein richtiges Instrument. Sie muss für jedes AKW erhoben werden, solange es läuft.

Die Option weiter auf Atomkraft zu setzen schwindet so dahin. Jetzt ist Horst Seehofer gefordert, auch in Bayern endlich zügig die Energiewende umzusetzen und sich nicht weiter gegen Windkraft und Netzausbau zu wehren.

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