Bodenpolitik

Wem gehört das Land?

Mietshäuser in Frankfurt am Main
Bauland- und Immobilienpreise steigen rasant an. Wir wollen das ändern und eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik etablieren. Wie das geht, zeigt das AutorInnenpapier „Für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik“. dpa - Report
21.06.2019

Unser Boden ist ein Gemeingut. Er ist unvermehrbar und unentbehrlich.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde städtischer Boden durch Privatisierung zahlreicher öffentlicher Wohnungsbestände aus der Hand gegeben.

Finanzkrise hat Privatisierung weiter verschärft

Seit 2009 spekulieren Finanzinvestoren verstärkt mit Betongold. Knappheits- und Aufwertungsgewinne werden abgeschöpft. Bauland- und Immobilienpreise werden in die Höhe getrieben. Massiv steigende Bodenpreise tragen gerade in wachsenden Regionen zu hohen Kosten für den Wohnungsbau und -kauf bei. Günstiger Wohnungsbau ist dort kaum noch möglich.

Resultat: explodierende Mieten.

Unser Land braucht eine neue und aktive Bodenpolitik. Nur so können wir langfristig bezahlbaren Wohnraum bereitstellen und kommunale Gestaltungsspielräume stärken. Wir wollen die Kommunen wieder in die Lage versetzen, öffentliche Räume und die Nutzung von Boden im Sinne des Gemeinwohls zu stärken.

Im Autorenpapier stellen Katrin Göring-Eckardt, Chris Kühn und Daniela Wagner dar, wie das geht:

  • Mit einer neue Liegenschaftspolitik des Bundes
  • Mit klaren und guten Planungen der Kommunen
  • Mit einer Politik für vielfältigere Wohnungsmärkte.