Artensterben

Frösche, Unken und Kröten vom Aussterben bedroht

Ein kleiner, grüner Frosch auf einer Menschenhand
Der Kleine Wasserfrosch wird als „gefährdet mit unbekanntem Ausmaß“ eingestuft und die Kreuzkröte steht auf einer Vorwarnliste. Das zeigt die Antwort auf eine Anfrage der naturschutzpolitischen Sprecherin Steffi Lemke an die Bundesregierung. Jan Mallander / Pixabay
26.04.2019

Das weltweite Artensterben ist weiterhin im vollen Gange. Laut Entwurf eines Berichtes des UN-Biodiversitätsrat sind bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele dieser Arten werden in den kommenden Jahrzehnten wegen der fortschreitenden Natur- und Umweltzerstörung unwiederbringlich verschwinden.

Auch Frösche, Unken und Kröten sind betroffen von den Auswirkungen der Klimakrise und der Verlust von Lebensräumen. Unsere Landschaften werden zubetoniert, Äcker und Wälder immer stärker agroindustriell genutzt, Feuchtgebiete werden trockengelegt. Hinzu kommt die Zerschneidung der Landschaften durch immer neue Verkehrswege.

Von den 14 in Deutschland heimisch vorkommenden Arten der Froschlurche sind lediglich fünf Arten ungefährdet. Gelbbauch- und Rotbauchunken gelten als „stark gefährdet“, fünf weitere Arten gelten als „gefährdet“. Der Kleine Wasserfrosch wird als „gefährdet mit unbekanntem Ausmaß“ eingestuft und die Kreuzkröte steht auf einer Vorwarnliste wie die Antwort auf eine Anfrage der naturschutzpolitischen Sprecherin Steffi Lemke an die Bundesregierung ergab. Die Tierbestände nehmen bundesweit stark ab. Die Bundesregierung muss endlich dringend konkrete Maßnahmen für einen stärkeren Schutz der Vielfalt der Tiere und Pflanzen ergreifen, um das Artensterben zu stoppen.